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Hier werden einerseits die vielen Begriffe und Abkürzungen erklärt, die bei HDTV vorkommen, andererseits wird erläutert, was wie funktioniert und worauf man achten soll.

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HD-Standards

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Antwort auf/zuklappen Wo verläuft die Grenze zwischen Standard-Qualität und HDTV?

Alles was im Breitbildmodus mehr als 720 Zeilen darstellen kann, darf als HDTV-tauglich gelten. Allerdings ist Vorsicht geboten, denn sowohl bei Bildschirmen als auch bei Projektoren gibt es viele verschiedene Seitenverhältnisse und Auflösungen. Die Angabe "1024 x 768" legt zunächst einmal HDTV-tauglichkeit nahe. Das Seitenverhältnis 4:3 dieser Panels führt jedoch dazu, dass bei Breitbild-Wiedergabe nur 576 Zeilen aktiv sind, weil darüber und darunter ja schwarze Balken bleiben. Solche Geräte akzeptieren zwar häufig HDTV-Signale, echte HDTV-Qualität können sie aber nicht darstellen.

Antwort auf/zuklappen Unterschiede zwischen 720p und 1080i

Der zunächst wesentliche Unterschied zwischen den beiden HDTV-Formaten ist deren grafische Auflösung, also die Anzahl der Bildpunkte.

Das häufig angeführte Argument, bei 1080i stünden angeblich mehr Bildpunkte zur Verfügung und liefere daher ein qualitativ besseres Bild, ist nicht zutreffend, da diese Rechnung nur für Standbilder richtig ist. Fernsehen aber überträgt bewegte Bilder. Im Format 1080i werden pro Sekunde 50 Halbbilder mit jeweils nur 540 Zeilen, beim Format 720p jedoch immer 50 Vollbilder mit 720 Zeilen übertragen (deshalb die vollständige Bezeichnung  720p50). Bei 720p50 werden also doppelt so viele Vollbilder pro Sekunde übertragen wie bei 1080i25: Dieses Format löst die Bewegungen deutlich feiner auf und der Schärfeeindruck bewegter Szenen ist besser. Für das Bewegtbild des Fernsehens liefert das Format 720p50 somit tatsächlich eine bessere Bildqualität als 1080i25. Die Übertragung auf Basis von Halbbildern, wie sie beim HDTV-Format 1080i25 benutzt wird (i="interlaced", englisch für Zeilensprung), setzt auf das veraltete Zeilensprungverfahren auf, das ursprünglich für das analoge Fernsehen entwickelt wurde. Alle Flachbildschirme stellen Bilder aber grundsätzlich als Vollbilder dar. Diese progressive Darstellungsweise von Bildinhalten im Format 1080i erfordert in den Geräten einen als "De-Interlacing" bezeichneten Verarbeitungsschritt, der aus Halbbildern wieder die entsprechenden Vollbilder berechnet. Vor allem bei der Darstellung von sich bewegenden Objekten und Kameraschwenks kann dies zu deutlicher Unschärfe und zu einer tatsächlichenAuflösung führen, die im Extremfall nur noch bei der Hälfte der nominellen Zeilenanzahl (also 540 Zeilen) liegt.

Das 720p50-Format (p= progressiv, englisch für Vollbild) nutzt hingegen die volle zeitliche Auflösung und liefert dem Bildschirm 50 Vollbilder (mit 720 Zeilen) pro Sekunde. Ein De-Interlacing ist nicht erforderlich und Bewegungsartefakte, wie sie beim Interlaced-Format vorkommen, existieren bei der progressiven Darstellung nicht.

Antwort auf/zuklappen Die Vorteile des Formats 720p50

Der Standard 720p50 arbeitet mit 50 Vollbildern pro Sekunde, die jeweils eine Auflösung von 1280x720 Bildpunkten besitzen. Das heißt, die Auflösung der Einzelbilder ist vor allem bei sehr ruhigen Szenen nicht so hoch wie bei 1080i25, sobald jedoch Bewegung ins Spiel kommt, spielt der progressive Standard seine Vorteile aus. Die 50 Vollbilder lösen die Bewegungen deutlich feiner auf und der Schärfeeindruck bewegter Szenen ist besser. Für das Bewegtbild des Fernsehens liefert das Format 720p50 somit meist eine bessere Bildqualität als 1080i25. Tests, die vom Institut für Rundfunktechnik (IRT in München), der Europäischen Rundfunkunion (EBU in Genf) und dem ZDF unabhängig voneinander durchgeführt wurden, zeigen eindeutig, dass die im 720p50 Format dargestellten Bilder dem Zuschauer bei gleicher Distributionsdatenrate besser gefallen.  Zudem wurde deutlich, dass sich progressive Bilder effizienter kodieren lassen: Bei gleicher Datenrate kann also ein 720p50-Bild mit höherer Qualität kodiert werden. Alternativ kann natürlich die Bandbreitenersparnis in der Übertragung genutzt werden, um mehr Programme in einem Kanal zu übertragen. In den Tests konnte dieser Vorteil für das 720p50-Format verifiziert werden, da hierbei selbst bei etwas niedrigerer Datenrate als bei 1080i25 ein schärferer Bildeindruck übermittelt wird.

Antwort auf/zuklappen Die Eigenheiten des Formats 1080i25

1080i25 setzt als das älteste der hochauflösenden Formate auf Interlaced- Technologie. 1080i25 besteht aus 50 Halbbildern mit jeweils 540 Zeilen á 1920 Bildpunkten. Diese Halbbilder werden von einem Röhrenmonitor nacheinander dargestellt und dabei ineinander "verschachtelt".

Der Röhrenmonitor ist allerdings ein Auslaufmodell, das von den neuen Flachbildschirmtechnologien wie z. B. LCD und Plasma verdrängt wird. Und diese Flachbildschirme arbeiten grundsätzlich progressiv, das heißt sie können die beiden Halbbilder von 1080i25 nicht ineinander verschachteln. Um das Problem zu lösen, müssen die Flachdisplays aus den Halbbildern wieder Vollbilder generieren. Ein einfaches Zusammenfügen der beiden Halbbilder funktioniert hier aber nur in ganz wenigen Fällen. Sobald zwischen der Aufnahme der beiden Halbbilder Bewegung im Bild stattgefunden hat, entstehen an diesen Stellen hässliche Kammeffekte. Folglich müssen die Geräte in der Praxis mit Hilfe aufwendiger Technologie versuchen, die fehlenden Zeilen in den Halbbildern künstlich zu errechnen und somit aus jedem einzelnen Halbbild (540x1920 Bildpunkte) ein Vollbild (1080x1920 Bildpunkte) zu generieren. Dieser als De-Interlacing bezeichnete Prozess kann jedoch fast nie perfekt durchgeführt werden, es entstehen typische Interlaced-Bildfehler (so genannte Artefakte) wie Kammeffekte und Unschärfen.

Antwort auf/zuklappen Das Format 1080p50

Dieser Standard wird oftmals als der "ultimative HD-Standard" oder auch "3G HD" (HDTV der dritten Generation) bezeichnet, kombiniert er doch die Vorteile der beiden heutigen zur HD-Ausstrahlung verwendeten HD-Standards 720p50 und 1080i25. So bietet er die volle Bewegungsauflösung von 50 Vollbildern pro Sekunde bei einer Einzelbildauflösung von 1920x1080 Bildpunkten. Allerdings verdoppelt sich hierdurch die Datenmenge der unkomprimierten Bildsignale im Vergleich zu 720p50 und 1080i25 auf rund 3 Gbit/sec. und stellt somit extrem hohe Anforderungen an das notwendige Produktionsequipment. Bislang ist solches Equipment nur vereinzelt erhältlich, ganze Fernsehsender mit solcher Technik auszurüsten ist bislang noch nicht möglich. Inwiefern sich dieser Standard durchsetzen wird, kann heute noch nicht beurteilt werden, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass dessen Vorteile beim Zuschauer erst ab sehr großen Displaygrößen von über 50 Zoll offensichtlich werden.

Antwort auf/zuklappen Um wieviel besser als der HDTV-Standard 720p ist 1080i?

Bei bewegten Bildern gar nicht. Welcher der beiden Standards die besseren Ergebnisse bringt, darüber streiten die Fachleute. Die viel grössere Zeilenzahl lässt bei 1080i zunächst eine grössere Bildschärfe erwarten. Doch genau genommen sieht man bei der "Interlaced"-Darstellung von 1080i immer nur die 540 Zeilen eines Halbbildes und einen Moment später die zweite Bildhälfte mit derselben Zeilenzahl. Nur dank der Trägheit des menschlichen Sehapparates verschmelzen diese beiden Halbbilder subjektiv zu einem Vollbild. Ausserdem müssen die Halbbilder für die Darstellung auf Displays und Projektoren erst in 25 Vollbilder pro Sekunde umgewandelt werden, was nicht ganz unproblematisch ist. Die progressive Darstellung von 720p zeigt hingegen immer nur Vollbilder und zwar 50 pro Sekunde, was eine bessere Bewegungsauflösung, eine klarere Zeitlupe und schärfere Standbilder ergibt. Abgesehen davon lassen sich Vollbilder bedeutend effizienter komprimieren. Das alles bringt so viele Qualitätsvorteile mit sich, dass die meisten Menschen beide Formate zumindest als gleichwertig empfinden. Empirische Untersuchungen haben ausserdem gezeigt, dass bei gleichem Betrachtungsabstand eine progressive Bildwiedergabe im Vergleich zu einer Interlaced-Bildwiedergabe rund 35 Prozent (Faktor 1,6) weniger Zeilen benötigt um eine vergleichbare Vertikalauflösung zu erzielen. Fernsehsender können beide Formate ausstrahlen, Empfangsgeräte können beide Formate zeigen. Das Umschalten geschieht automatisch und unbemerkt sodass man sich um dieses Detail in der Praxis nicht zukümmern braucht. Eindeutig überlegene Ergebnisse bringt der Standard 1080p50, den es im Fernsehen aber erst in einigen Jahren geben wird. Bei Blu-ray Discs gibt es 1080p schon heute, allerdings nicht mit 50 Vollbildern pro Sekunden, sondern - wie im Kino - mit deren 24. Details zu diesem Thema lesen Sie hier.

Antwort auf/zuklappen Was bedeutet der Begriff "HD ready"?

Garantiert und uneingeschränkt HDTV-taugliche Bildschirme und Projektoren dürfen seit Februar 2005 das "HD-ready" Logo tragen. Dessen Verwendung ist alerdings nicht Pflicht, sodass es auch HDTV-taugliche Geräte ohne dieses Logo gibt. Hier sehen Sie, welche Bedingungen ein Gerät erfüllen muss, damit es das Logo "HD ready" tragen darf:

Display EigenschaftenBreitbildformat 16:9
Auflösung mindestens 720 Zeilen
Video-EingängeAnalog: Komponenten
und
Digital: HDMI oder DVI (HDCP-tauglich)
Akzeptierte
Eingangssignale
1280x720p  50Hz und 60Hz
1920x1080i  50Hz und 60Hz

Im September 2007 wurde ein zusätzliches Logo zur Kennzeichnung von Geräten mit erweiterten Möglichkeiten eingeführt. Diese müssen alle Forderungen von "HD-ready" erfüllen, ausserdem aber noch diese:

Display EigenschaftenAuflösung mindestens 1920x1080
Overscanabschaltbar
Akzeptierte
Eingangssignale
Analog: 1280x720p  50Hz und 60Hz
1920x1080i  50Hz und 60Hz

Digital: 1280x720p  50Hz und 60Hz
1920x1080i   50Hz und 60Hz
1920x1080p  24 Hz, 50Hz und 60H
Antwort auf/zuklappen Was bedeutet der Begriff "Full HD"?

Genau genommen gar nichts. Es ist nämlich nirgendwo definiert, welche Forderungen ein Gerät erfüllen muss, damit es diese Bezeichnung tragen darf. Immerhin hat es sich eingebürgert, dass dieser Begriff auf Geräte mit 1920x1080 Bildpunkten angewendet wird. Dieser Wert gibt allerdings keinen direkten Hinweis auf die zu erwartende Bildqualität. Auch sagt „Full HD“ nichts darüber aus, ob das damit beworbene Gerät überhaupt über die notwendigen Anschlüsse und die Fähigkeiten verfügt, urheberrechtlich geschützte HD-Programme zu zeigen.

Antwort auf/zuklappen Um wieviel besser ist die Wiedergabe auf "Full-HD" Bildschirmen mit 1080 Zeilen?

Möglicherweise überhaupt nicht, denn die höhere Pixelzahl bringt nicht nur eine potenziell höhere Bildschärfe, sondern zugleich auch geringere Lichtleistung, höheren Stromverbrauch und schlechteren Kontrast. Die Pixelzahl sollte so gewählt werden, dass man von seinem bevorzugten Sitzplatz aus die einzelnen Bildpunkte nicht mehr wahrnehmen kann - auch bei der Wiedergabe von PAL-DVDs. Das hängt von der persönlichen Sehschärfe ab, vor allem aber von der Distanz zum Bildschirm. Full-HD lohnt sich erfahrungsgemäss bei sehr geringem Betrachtungsabstand bzw. bei sehr grossen Bildschirmen. Sobald der Abstand mehr als das Vierfache der Bildhöhe beträgt, ergeben meist Bildschirme mit 768 Zeilen den besseren Bildeindruck. Mehr dazu lesen Sie hier.

Antwort auf/zuklappen Was bedeutet das Logo "HD-TV"?

Für den Empfang via Satellit oder Kabelnetz digital verbreiteter Programme benötigt man einen speziellen Empfänger. Dieser befindet sich üblicherweise in einem separaten, kleinen Gerät, der "Settopbox". Damit ein solcher Empfänger uneingeschränkt HDTV-tauglich ist, muss er die nachstehend aufgeführten Bedingungen erfüllen. Dann darf er das Logo "HD-TV" tragen.

VideoMPEG-2,  MPEG-4
1280x720p, 1920x1080i, 50 Hz
ModulationSatellit: DVB-S,  DVB-S
Kabel: DVB-C mit 256 QAM
AudioMPEG-1,  Dolby Digital 5+1

Ausgänge
Video

Digital: HDMI oder DVI (HDCP-kompatibel)
Analog: Y,Pb,Pr Komponenten 
Ausgänge
Audio
Digital: Optisch oder koaxial
Analog: Stereo

Findet man dieses Logo auf einem Fernsehgerät, so hat man ein Modell vor sich, bei dem der HD-taugliche Empfänger bereits eingebaut ist.

3D

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Antwort auf/zuklappen Was ist beim Aufstellen von 3D-Bildschirmen zu beachten?

Der optimale 3D Eindruck stellt sich ein, wenn die Augen möglichst wenig vom Bildschirm abgelenkt werden. Daraus folgert erstens, dass der Bildschirm möglichst gross sein sollte. Als idealer Betrachtungsabstand gilt etwa das 3-fache der Bildhöhe (nicht der Diagonale!). Zweitens empfiehlt es sich, das Umgebungslicht zu reduzieren und drittens sollte man darauf achten, dass keine Lichtreflexionen von irgendwoher auf den Bildschirm fallen, weil das den Raumeindruck nachhaltig stört.

Antwort auf/zuklappen Was ist beim Anschliessen eines Surround-Receivers zu beachten?

Der HDMI 1.4 Ausgang eines 3D-tüchtigen Blu-ray Players transportiert neben den Video- und Audiodaten auch Informationen über das 3D-Bildformat, sodass der angeschlossene Bildschirm sich automatisch darauf einstellt. Bis Ende 2009 hergestellte Surround-Receiver erkennen diese neuartigen Zusatzinformationen nicht und geben sie auch nicht an den Bildschirm weiter. Der Benutzer muss den Bildschirm demnach auf seiner Fernsteuerung selber auf das jeweilige Bildformat einstellen. Ein Durchschleifen sämtlicher Informationen vom Player bis zum Bildschirm garantieren nur Receiver, die ausdrücklich mit HDMI 1.4 spezifiziert sind. Damit man die Annehmlichkeiten von HDMI 1.4 auch mit älteren Surround-Receivern nutzen kann, bieten manche Blu-ray Abspielgeräte 2 parallel geschaltete HDMI-Ausgänge. Der eine führt direkt zum Bildschirm, der andere bis zum Surround-Receiver.

Antwort auf/zuklappen Braucht man zum Verbinden von 3D Geräten unbedingt ein HDMI 1.4 Kabel?

Nein. 3D-Bilder können von einem Blu-ray Player zum Bildschirm auch mit einem Kabel der Version 1.3 transportiert werden. Der Vorteil eines HDMI 1.4-Kabels besteht darin, dass über eine solche Verbindung das Abspielgerät dem Bildschirm die Details des auf der Disc verwendeten 3D Verfahrens mitteilt, worauf der angeschlossene Bildschirm sich automatisch auf dessen Parameter einstellt. Wer einen Blu-ray Player mit HDMI 1.3-Ausgang und/oder ein HDMI 1.3-Kabel verwendet, muss diese Einstellungen selber von Hand vornehmen.

Antwort auf/zuklappen Wie steht es mit der Kompatibilität von 2D mit 3D?

Jedes 3D-taugliche Fernsehgerät ist zugleich und ohne Einschränkung auch ein perfektes Gerät für das konventionelle 2D-Fernsehen. Was seine 3D-Tauglichkeit angeht, so akzeptiert es nicht nur das neue 3D-Format von Blu-ray Discs, sondern auch die Formate „Side-by-Side“ und „Top & Bottom“, die auf manchen DVDs zu finden sind.

3D-taugliche Blu-ray Abspielgeräte spielen auch die herkömmlichen 2D Blu-ray Discs ab und Blu-ray Discs, die 3D-Programme enthalten, lassen sich auf herkömmlichen 2D Blu-ray Playern in perfekter 2D-Qualität abspielen. Der Blu-ray Standard erlaubt es zwar, für spezielle Anwendungen auch Discs herzustellen, die sich ausschliesslich in 3D abspielen lassen, es ist aber wenig wahrscheinlich, dass diese Einschränkung von kommerziellen Produktionen jemals genutzt wird.

Antwort auf/zuklappen Gibt es auch Fernsehsendungen in 3D?

Dass es in Mitteleuropa noch keine regulären 3D Fernsehsendungen gibt, hat eine ganze Reihe von Gründen. Da ist zum einen die noch sehr geringe Zahl der Fernsehgeräte, die solche Sendungen überhaupt empfangen könnten. Zum anderen aber gibt es auch erhebliche technische Hürden.

So sind Fernsehsender und -empfänger seit jeher für die Übertragung eines einzigen Bildes konzipiert. Damit in einem solchen Fernsehkanal nun die bei8den Bildströme für links und rechts Platz finden, müssen diese sich die zur Verfügung stehende Transportkapazität teilen. Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die aber alle inkompatibel mit 2D sind. Auf einem Standard-Fernsehgerät bekommt man also äusserst unbefriedigende Bilder zu sehen.

Die älteste und einfachste Methode bietet das „Anaglyphen“-Verfahren. Eine Beschreibung davon finden Sie hier.

Beim moderneren „Side-by-Side“-Verfahren werden die Bilder auf die Hälfte ihrer originalen Breite zusammengestaucht, das nennt man "anamorphotische Kompression". In einem 3D Fernsehgerät werden die Bilder wieder getrennt und entzerrt. Es muss dabei allerdings in Kauf genommen werden, dass die Wiedergabe mit halbierter Horizontalauflösung erfolgt, bei HDTV also im Format 960x1080i25  bzw. 640x720p50.

Das hat zwar auf den subjektiven Seheindruck überraschend wenig Einfluss, doch im Zeitalter von HDTV und grossen Bildschirmen kann eine Verschlechterung der Bildschärfe kaum als zukunftsweisendes und weitherum akzeptiertes Konzept gelten.

Neben „Side-by-Side“ kommen da und dort auch andere Verschachtelungsmethoden zum Einsatz: „Top & Bottom“, „Line-by-Line“ und „Checkerboard“. Allen gemeinsam ist die mangelnde 2D-Kompatibilität sowie die Halbierung der Bildauflösung.

Im deutschsprachigen Raum darf das österreichische Servus-TV als Vorreiter des 3D-Fernsehens gelten. Doch auch hier wird aus den beschriebenen Gründen nur selten in 3D gesendet. Servus-TV benützt das dänische System Colorcode, das kein spezielles 3D-Fernsehgerät verlangt, sondern mit jedem beliebigen Gerät empfangen werden kann. 3D Fernsehsendungen in einer mit Blu-ray Discs vergleichbaren Bildqualität wird es erst geben, wenn dafür ein weltweit gültiger, neuer Übertragungsstandard etabliert sein wird.

Antwort auf/zuklappen Kann man auch normale 2D Fernsehsendungen in 3D sehen?

Ja. Viele 3D Fernsehgeräte haben eine spezielle Elektronik eingebaut, die 2D-Programmen räumliche Tiefe verleiht. Das kann natürlich nicht so perfekte Ergebnisse liefern wie eine Original 3D Blu-ray Disc, aber in vielen Fällen ist es hoch erstaunlich, welch faszinierendes Raumgefühl auch konventionelle Programme entwickeln können. Und diese 2D / 3D Konvertierung funktioniert nicht nur mit Fernsehsendungen. Auch Standard-DVDs, Computeranimationen und selbstgedrehte Videos vom Camcorder bekommen so eine neue Dimension.

Antwort auf/zuklappen Gibt es 3D auch auf DVDs?

Ja . Und nicht nur das, sogar auf VHS-Videokassetten hat es 3D gegeben. Allerdings gelten hier alle Einschränkungen, die bereits im Kapitel "Gibt es auch Fernsehsendungen in 3D?" detailliert beschrieben worden sind.

Antwort auf/zuklappen Funktioniert jede 3D-Brille mit jedem 3D-Fernsehgerät?

Nein. Zum einen gibt es verschiedene 3D-Verfahren (etwa Anaglyphen, Polarisation oder „Frame-Sequential“ die nach unterschiedlichen Brillen verlangen. zum anderen sind beim qualitativ weit überlegenen „Frame-Sequential“ Verfahren die dort zum Einsatz kommenden „Shutter“-Brillen immer genau auf die Charakteristik des jeweiligen Bildschirmes abgestimmt. Es ist nicht sicher, aber durchaus denkbar, dass die Brille des Herstellers X mit dem Bildschirm des Herstellers Y funktioniert. Sie tut das aber fast sicher nicht mit optimaler Kanaltrennung. Man sollte also unbedingt und ausschliesslich diejenige Brille verwenden, die vom Gerätehersteller empfohlen wird.

Antwort auf/zuklappen Was ist Ghosting?

Perfekte Kanaltrennung ist eine der wichtigsten Anforderungen, die an
3D-Wiedergabe zu stellen sind. Bei unzureichender Kanaltrennung tritt
sogenanntes Ghosting auf. Sogenannte Geisterbilder entstehen, wenn das Auge
nicht nur das für diese Seite vorgesehene Bild wahrnimmt, sondern zugleich
auch noch Reste des Bildes für die andere Seite. Dabei zeigen die
Geisterbilder das seitlich jeweils leicht verschobene Bildmaterial, das den
Tiefeneffekt bewirkt. Auf dem Beispielbild ist zu erkennen, dass das
Hochhaus am linken Bildrand ein schattenartiges Doppelbild aufweist.

Antwort auf/zuklappen Warum gibt es verschiedene Polarisationsbrillen?

Weil es unterschiedliche Polarisationssysteme gibt. Die Zirkularpolarisation funktioniert anders als die Linearpolarisation, daher verlangt sie nach einer entsprechenden Brille. Bei der Linearpolarisation kommen unterschiedliche Winkel der Polarisation zum Einsatz, etwa 45 / 135 Grad oder 0 / 90 Grad. Entsprechend müssen auch die Polarisationsfilter in den Brillen orientiert sein.

Antwort auf/zuklappen Warum nehmen 3D Brillen Bildhelligkeit weg?

Das bei den modernen 3D Fernsehgeräten und auch in vielen Kinos übliche „Frame-Sequential“-Verfahren zeigt immer abwechselnd ein Bild für das linke Auge, danach eines für das rechte Auge und so weiter. Die „Shutter“-Brille ist damit synchronisiert: Wenn ein Bild für das linke Auge erscheint, wird Ihr linkes Brillenglas lichtdurchlässig geschaltet während das rechte lichtundurchlässig wird und vice versa. Daraus ergibt sich, dass jede Brillenseite nur während der Hälfte der Zeit lichtdurchlässig ist, das Auge also eine Halbierung der Helligkeit erlebt. Nun lassen sich die LCDs der „Shutter“- Brille aber nicht beliebig schnell öffnen und schliessen. Zum Erreichen einer perfekten Kanaltrennung muss aber unbedingt sichergestellt werden, dass der eine „Shutter“ zuverlässig vollkommen geschlossen ist bevor der andere beginnt sich zu öffnen. Also baut man einen gewissen zeitlichen Sicherheitsabstand ein. Damit liegt die wirklich nutzbare Öffnungszeit einer „Shutter“-Brille nun üblicherweise im Bereich um die 35 Prozent. Der Effekt ist vergleichbar mit dem einer leicht getönten Sonnenbrille.

Antwort auf/zuklappen Wann wird es 3D-Bildschirme ohne Brille geben?

Es gibt sie schon, allerdings sind sie kaum fürs Wohnzimmer geeignet. Mehr dazu finden Sie hier.

Antwort auf/zuklappen Warum braucht man für 3D-Projektion eine Silberleinwand?

Die Oberfläche einer konventionellen Projektionsleinwand oder auch einer weiss gestrichenen Wand in der Wohnung ist so rauh, dass die Polarisation des Projektionslichtes zerstört und das Licht diffus reflektiert wird. Bei einer so genannten „Silberleinwand“ (die in Wahrheit nicht aus Silber gefertigt ist) sind die Metallpartikel feiner als die Wellenlänge des Lichtes, sodass die Polarisation erhalten bleibt. Wichtig ist, dass man einen Projektionsschirm ohne Oberflächenversiegelung (Kunststoffbeschichtung) benützt. Dieser eignet sich auch für 2D-Projektion, allerdings ist mit dem Auftreten eines "Hot-Spot" in der Bildmitte zu rechnen, also einem Bereich erhöhter Helligkeit. Silberleinwände sind teuer und auch recht empfindlich gegenüber mechanischer Beschädigung. Man darf sie daher keineswegs falten.

Antwort auf/zuklappen Was ist lineare Polarisation?

Das von Videoprojektoren produzierte Licht ist unpolarisiert, d. h. es besteht aus einer Überlagerung vieler einzelner Lichtwellen, deren Polarisationszustände statistisch verteilt sind. Mit einem Polarisationsfilter kann man nun solche auswählen, die nur in einer bestimmten Schwingungsebene schwingen, wodurch man (linear) polarisiertes Licht erhält. Stehen zwei hintereinander geschaltete Filter parallel, so kann das polarisierte Licht den zweiten passieren. Stehen sie aber normal (senkrecht) zueinander, so wird das vom ersten Filter kommende polarisierte Licht durch den zweiten Filter ausgelöscht.

Dieses physikalische Prinzip macht man sich zunutze, indem man die beiden für die 3D Projektion vorgesehenen „Beamer“ mit Polarisationsfiltern ausrüstet und diese in einem Winkel von 90 Grad zueinander anordnet. Die Zuschauer tragen Brillen mit Polarisationsfiltern, die ebenfalls im Winkel von 90 Grad zueinander montiert sind. Dadurch bekommt jedes Auge nur das Bild zu sehen, das von dem Gerät mit dem in dieselbe Richtung eingestellten Polfilter projiziert wird. Das von dem anderen Projektor ausgestrahlte Licht ist demgegenüber um 90 Grad verdreht polarisiert und wird folglich von der Polarisationsbrille unterdrückt.

Bei 3D Projektion mit linearer Polarisation muss der Zuschauer (bzw. seine Brille) immer genau senkrecht (bzw. parallel) zu der Polarisationsrichtung des Projektors gehalten werden. Wenn man den Kopf seitlich verkippt oder man z.B in den Randbereichen der Projektion oder bei schiefwinkeligen Blickausrichtungen schräg auf die Leinwand blickt, kann die Kanaltrennung zwischen linkem und rechtem Bild durcheinanderkommen und es entstehen Geisterbilder und Übersprechen zwischen den beiden Polarisationskanälen.

Antwort auf/zuklappen Was ist zirkulare Polarisation?

Hier wird das vom Projektor ausgesandte Licht in zwei entgegengesetzte Richtungen drehend polarisiert. Man kann sich vorstellen, dass sich die Lichtwellen schraubenförmig auf die Leinwand zu bewegen, die für das eine Auge linksherum, die für das andere Auge rechtsherum. Nicht anders als Schrauben mit Links- und Rechtsgewinde sind diese beiden Informationen inkompatibel zueinander. Sie lassen sich gut voneinander trennen, indem man Brillen benützt, deren Filter jeweils nur Licht mit der gewünschten Drehrichtung durchlassen. Bei der zirkularen Polarisation kann der Betrachter seinen Kopf beliebig um die Blickachse drehen ohne dass die Kanaltrennung beeinträchtigt würde. Nachteil: Die Brillen sind teurer als die für lineare Polarisation und die Kanaltrennung häufig unzureichend, was zu Geisterbildern führen kann.

Antwort auf/zuklappen Was ist das Anaglyphen-Verfahren?

So nennt man die bei weitem älteste Methode, 3D Bilder zu speichern, zu vervielfältigen und darzustellen. Sie wurde schon 1853 von Wilhelm Rollmann und 1858 von Charles D’Almeida entwickelt, der Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet etwa "herausgemeisselt".  Das Anaglyphen-Verfahren wurde jahrzehntelang für Kinofilme eingesetzt und wegen seier Einfachheit wird es da und dort auch heute noch benützt, beispielsweils für die 3D Darstellung von Fotos in Druckerzeugnissen.

Hier werden die für das linke Auge bestimmten Bilder rot eingefärbt, die für das rechte Auge in der Komplementärfarbe Blau oder auch Grün. Diese beiden Bilder werden übereinandergelegt und so gemeinsam gedruckt (Fotos, Zeichnungen), projiziert (Kinofilm) auf Magnetbändern oder DVDs gespeichert (Video) oder gesendet (Fernsehen).



Die Betrachter tragen Anaglyphenbrillen mit entsprechenden Farbfiltern, die dafür sorgen, dass das eine Auge nur den rot eingefärbten Teil des Bildes zu sehen bekommt, das andere nur den blauen (resp. grünen) Teil.



Für dieses äusserst einfache Verfahren sind keinerlei Aenderungen an der gesamten Uebertragungskette gefordert. Man kann auf dieser Weise die seit langem bestehende Infrastruktur von Filmprojektor, Videoband, DVD, Fernsehsender und Fernsehgerät ohne irgendeine Umnstellung auch für 3D Programme nutzen. Der Nachteil besteht darin, dass sich auf diese Weise fast keine Farbinformation transportieren lässt, der Seheindruck ist nahezu schwarz/weiss. Auch reduziert sich die Gesamtauflösung des Bildes auf die Hälfte.

Varianten

Es hat immer wieder Bestrebungen gegeben, das Anaglyphenverfahren dahingehend zu verfeinern, dass sich beim Betrachter ein einigermassen naturnaher Farbeindruck einstellt. So hat man mit der Zeit Blau statt Grün eingesetzt, das von Stephen Gibson gegen Ende der 1970-er Jahre patentierte "Deep Vision"-System verwendet die Filterfarben Rot und Cyan (das sich aus Blau und Grün zusammensetzt). Als jüngste Optimierung darf das dänische Verfahren Colorcode gelten, das eine recht ansprechende Farbwiedergabe ermöglicht. Hier wird der 3D Eindruck durch unterschiedliche Farbverschiebungen in den beiden Bildern erreicht, die Filter sind bernsteinfarben und blau.

Erst die Einführung der Digitaltechnik im Kino wie auch im Fernsehen hat es möglich gemacht, 3D Programme mit der notwendigen Flexibilität zu produzieren, sie verlustfrei zu speichern und sie in optimaler Qualität wiederzugeben. Alle wichtigen Details dazu finden Sie auf unseren "Technik"-Seiten.

Literatur:

Peter A. Hagemann: Der 3D Film
Verlag Monika Nüchtern, 1980, 142 Seiten
herausgegeben von der Stiftung Deutsche Kinemathek, deutsch 

David Hutchinson Fantastic 3-D
Starlog Press Inc., ISBN 0-931064-53-8, 1982, 98 Seiten, englisch

Antwort auf/zuklappen Was ist Colorcode?

Eine Weiterentwicklung des Anaglyphen-Verfahrens. DVDs und Fernsehsendungen mit Colorcode können von jedem beliebigen Bildschirm wiedergegeben werden. Der Betrachter trägt eine Brille mit Folien, die für das eine Auge bernsteinfarben, für das andere Auge dunkelblau eingefärbt sind. Damit lässt sich mit wenig Aufwand ein recht ansprechender 3D Effekt erzielen, der aber naturgemäss weit von der Qualität entfernt ist, die sich mit einer 3D Blu-ray Disc erzielen lässt.

Antwort auf/zuklappen Was ist ChromaDepth?

Ein relativ junges 3D-Verfahren. Auch hier kommt eine spezielle Brille zum Einsatz. Das Brillenglas besteht aus einer prismatischen Folie, die verschiedene Farben unterschiedlich stark ablenkt. So, wie ein Prisma weisses Licht in Regenbogenfarben und damit in seine Bestandteile auflösen kann, funktioniert das auch mit dieser Brille. Auflösen bedeutet dabei nichts anderes, als die Bestandteile des weissen Lichtes, nämlich die einzelnen Farben, entlang des Farbspektrums unterschiedlich stark abzulenken. Hier steckt die Tiefeninformation in der Farbe und dabei spielt die Hintergrundfarbe eine wichtige Rolle. Die Stärke der Ablenkung eines farbigen Objektes steht in Relation zur benachbarten Farbe. Im Vergleich mit einem schwarzen Hintergrund wird Rot stärker abgelenkt als Blau, damit treten rote Objekte in den Vordergrund, blaue rücken nach hinten. Mit einem weissen Hintergrund kehrt sich der Tiefeneffekt um, nun sind die blauen Bildelemente vorne. Die ursprüngliche Farbe eines Objektes geht allerdings verloren, da sie einer anderen Farbe entsprechend der Tiefeninformation weichen muss. Das Verfahren eignet sich deshalb nur für Grafiken und eventuell für Comics, bei denen die Korrektheit der Farbwiedergabe unwichtig ist. Mehr darüber findet sich hier

Antwort auf/zuklappen Was ist das Pulfrich-Verfahren?

Dieses 1922 von Carl Pulfrich entwickelte 3D-Verfahren macht sich die Tatsache zunutze, dass das Gehirn zum Verarbeiten dunkler Bildanteile etwas mehr Zeit braucht als das bei hellen Bereichen der Fall ist. Mit einer Brille, die unterschiedlich helle Filter enthält, kann man nun gezielt dem einen Auge dunklere, dem anderen helle Informationen zuführen.  Damit lässt sich aus 2D-Aufnahmen ein gewisser Eindruck von räumlicher Tiefe gewinnen, allerdings nur aus stark bewegten Szenen.

Antwort auf/zuklappen Was ist Sensio?

Ein kanadisches Kompressionsverfahren, das zwei Video-Signale im Datenstrom einer DVD, einer 2D Blu-ray Disc oder eines Fernseh-Übertragungskanals unterbringt. Damit ein Fernsehgerät daraus wieder 2 separate Bilder herstellen kann, muss es mit einem speziellen Sensio-Decoxder ausgerüstet sein.

Antwort auf/zuklappen Können alle Menschen 3D sehen?

Nein. Wie es Menschen gibt, die farbenblind sind, gibt es auch welche, die aufgrund physiologischer Eigenheiten keine räumliche Darstellung wahrzunehmen vermögen.

Antwort auf/zuklappen Führt 3D zu stärkerer Ermüdung?

In den 3D-Versuchen des 20. Jahrhunderts galt das beinahe als Normalfall. Das hing erstens damit zusammen, dass mit der (Analog-)Technik des Kinofilms keine perfekte Kanalgleichheit erzielt werden konnte, was zu Verunsicherung und Stress im menschlichen Sehapparat führte, zweitens brachte das Anaglyphen-Verfahren mit seinen unterschiedlich hellen Farbfiltern eine ungleichmässige Belastung der beiden Augen mit sich und drittens führte der bei den Filmregisseuren damals übliche, exzessive Einsatz drastischer Effekte zu vorschneller Ermüdung bis hin zu Kopfschmerzen oder Unwohlsein. Die beiden ersten Probleme wurden durch die heutige 3D-HDTV-Technik zum Verschwinden gebracht, die Bewältigung des dritten hängt vom technischen Verständnis, der Erfahrung und dem Geschmack des jeweiligen Regisseurs ab.

Antwort auf/zuklappen Wird 3D das herkömmliche 2D im Wohnzimmer ablösen?

Das ist wenig wahrscheinlich. 3D ist eher als Zusatznutzen gedacht, den man sich für besondere Filme oder spezielle Sportereignisse gönnt.

Kauftips für Bildschirme

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Antwort auf/zuklappen Wie finde ich den richtigen Fernseher für mich?

Die Anschaffung eines Fernsehgerätes ist eine sehr emotionale Angelegenheit, ganz ähnlich wie der Kauf eines Autos. In beiden Fällen sind technische Messwerte interessant, aber nicht allein ausschlaggebend. Beim Auto interessiert man sich wohl für Beschleunigung und Bremsweg, aber viel stärker wird die Kaufentscheidung bestimmt von Dingen wie Design, Grösse, Sonderausstattungen und Bedienbarkeit. Genau diese Details beeinflussen auch die Wahl des Fernsehgerätes 

Noch eine Analogie zwischen Fernseher und Auto: Hier wie da kann es keinen Kaufvorschlag geben, der für alle Interessenten der ideale wäre. Denn die Bedürfnisse, Geschmäcker und Vorlieben sind so individuell verschieden wie die Budgets. Also kann es hier nur darum gehen, ein paar einfache Tips zu geben, welche Fragen man sich selbst stellen und was man im Laden beachten sollte. 

1.) Bildschirmtechnik 

Die grosse Mehrheit der Fernsehgeräte enthält heute LCDs. Diese müssen ständig hinterleuchtet werden, damit sie ein Bild zeigen können. Bei Geräten der niedrigsten Preiskategorie werden dafür Leuchtstoffröhren herangezogen. Leuchtdioden (LED) sind da besser geeignet, diese werden aber je nach Hersteller und Modell unterschiedlich angeordnet. Die preisgünstigste Methode ist die Anordnung rundherum, was aber zu ungleichmässig ausgeleuchteten Bildern führen kann (Edge Lighting). Aufwändiger und besser sind gleichmässig hinter dem Bildschirm verteilte LEDs. Wenn diese entsprechend angesteuert werden, lassen sich damit bestimmte Partien des Bildes heller oder dunkler gestalten ("Local Dimming" oder auch "Micro Dimming"), was den Bildkontrast deutlich verbessern kann. Wichtig: Helle und brillante Bilder kann jedes LCD-Gerät zeigen. Man sollte aber darauf achten, ob es auch ein richtig sattes, tiefes Schwarz zeigen kann, das ist für den Tiefeeindruck wichtig. 

An Bildwechselfrequenzen sind 50, 100, 200 Fps. üblich, grössere Werte versprechen eine Verbesserung der Schärfe bei schnellen Bewegungen und sind daher zu empfehlen. 

2.) Ausstattung 

Je nachdem woher der Kunde seine Fernsehprogramme bezieht, sollte der Fernseher das entsprechende Empfangsteil eingebaut haben, also Tuner für terrestrischen, Kabel- oder Satellitenempfang. Meist lässt sich ganz einfach eine Harddisk per USB anschliessen, das macht das Fernsehgerät zum Videorecorder. Wer diese Möglichkeit öfters benützen will, sollte einen Fernseher mit Doppeltuner erwerben. Damit kann man ein Programm anschauen und gleichzeitig ein anderes aufnehmen. Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass ein Fernsehapparat heutzutage genaugenommen nichts anderes ist als ein Computer mit besonders grossem Monitor. Daraus ergeben sich viele computertypische Möglichkeiten. Man kann zum Beispiel Fotos vom Smartphone oder Tablet an den Fernseher senden und dort betrachten, es gibt Geräte, die sich mit gesprochenen Befehlen oder von bestimmten Gesten steuern lassen. Fast grenzenlos sind die Möglichkeiten, wenn man das Gerät per WLAN mit dem Internet verbindet. Nun kann man auf dem Heimcomputer gespeicherte Bilder oder Videos drahtlos an den Fernseher schicken, kann dort beliebige Internetseiten aufrufen, kann aus zahllosen Apps für Unterhaltung und Kommerz wählen oder zu beliebiger Zeit (kostenpflichtig) Spielfilme streamen. Für manche Fernsehgeräte kann man kleine Videokameras kaufen, bei manchen sind diese schon eingebaut. Damit kann man Skype-Telefongespräche führen und alternativ das Wohnzimmer zum Beispiel während der Ferien das verwaiste Wohnzimmer von der Ferne aus überwachen. 

3.)Das Besondere 

Sofern das Budget es zulässt, kommen zwei besonders attraktive Neuheiten in Betracht: OLED Fernsehgeräte funktionieren nach einem völlig neuartigen Prinzip, bei dem die einzelnen Bildpunkte nicht mehr hinterleuchtet werden müssen, sondern selbst leuchten. Das ergibt Bilder von nie vorher gesehener Klarheit und Leuchtkraft, basierend auf einen profunden, überaus satten Schwarz. Ausserdem punkten diese nur 4 Millimeter dicken Geräte mit sehr elegantem Design und zudem mit niedrigem Stromvebrauch. Die andere Neuheit heisst Ultra High Definition, gemeinhin auch einfach 4k genannt. Verglichen mit den üblichen "Full-HD"-Bildschirmen enthalten diese Bildschirme 4 Mal soviele Bildpunkten, also 4x soviel Details und 4x soviel Bildschärfe. Weil diese Technik aber noch so neu ist, gibt es noch kaum Programme in dieser Superqualität. Fotos aus der eigenen Digitalkamera und Aufnahmen aus einem neuen 4k Camcorder können da als Lückenfüller einspringen. Vor allem aber enthalten die neuen UHD-Geräte raffinierte Algorithmen zum "Hochrechnen" konventioneller HD- Aufnahmen auf eine Bildschärfe, die echtem, "nativem"4k schon sehr nahe kommt. So kann man schon jetzt einen Blick in die Fernsehzukunft werfen. 

4.) Das Wichtigste 

Moderne Fernsehgeräte sind so schlank, dass in deren Gehäuse einfach kein Platz für hervorragende Lautsprecher ist. Aus diesem Grunde können Flachlautsprecher nie alle klanglichen Wünsche erfüllen, ihr Klang bleibt immer flach. Mit dem Anschliessen an eine bestehende Stereoanlage kann hier schon allerhand Verbesserung erzielt werden. Speziell für Flachbildgeräte gibt es "Soundbars", die sehr viel für einen vollen und profunden Klang erreichen und die häufig sogar dezent aussehen. Das Optimum stellt hingegen eine Surroundsound-Anlage dar, die die Betrachter mit Klang umgibt. Bei einer Fussball-Übertragung mit Surroundsound kann man nun tatsächlich voll und ganz in der Stadionatmosphäre "baden" - ein gewaltiges Erlebnis. 

5.) Und jetzt noch das Allerwichtigste 

Flachbildschirme haben eine hohe Lebenserwartung und mit dem Essen kommt der Appetit. Mit zunehmener Seherfahrung wird man also verschleckt und so lohnt es sich, einmal einwas wirklich Gutes zu erwerben, daran hat man länger Freude. Aber das Gute sollte auch richtig gross sein. Wie gross, dafür gibt es eine nützliche Faustregel: Der ideale Betrachtungsabstand bei HD-Programmen ist dreimal die Höhe (nicht die Diagonale!) des Bildschirmes. Da sind Sie so nah, dass Sie wirklich alle Feinheiten erkennen können, die das Programm bietet, aber doch wieder nicht so nah, als dass Sie schon die einzelnen Bildpunkte wahrnehmen könnten. Das führt dazu, dass in vielen Fällen die empfohlene Bildgrösse oberhalb dessen liegen wird, was Sie eigentlich ins Auge gefasst hatten. Aber den Kauf eines wirklich grossen Bildschirmes werden Sie bestimmt nicht bereuen. Denn wenn nach ein paar Tagen der Schreck über das unerwartet grosse Gerät verflogen ist, werden Sie sich sagen: Wie konnten wir uns nur damit begnügen, die Welt jahrelang durch ein mickriges Guckloch zu betrachten. Jetzt haben wir ein richtiges Schaufenster, das ist toll! 

Antwort auf/zuklappen Darf ein Wohnungsvermieter das Anbringen einer Satellitenschüssel verbieten?

Nein, das darf er nicht, jedenfalls nicht generell. Aufgrund von Art. 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention sowie Art. 52 des Schweizer Radio- und Fernsehgesetzes kann nicht verboten werden, Fernsehen via Satellitenschüssel zu empfangen. Allerdings dürfen die Schüsseln ohne Zustimmung des Vermieters nur auf dem Balkon installiert werden. Für die Montage vor dem Fenster oder auf dem Dach ist die Zustimmung des Vermieters nötig.

Antwort auf/zuklappen Worauf muss ich beim Gerätekauf achten?

Ein Projektor, Plasmabildschirm, Fernseher oder Rückprojektor muss die beiden Standards 720p und 1080i wiedergeben können. Als Analogeingänge sind dafür in aller Regel YUV-Eingänge (Komponenten) nötig. Vorsicht, nicht immer verstehen die Komponenteneingänge wirklich auch HDTV-Signale. Das muss vor dem Kauf sichergestellt werden, denn es gibt Komponenteneingänge, die das Display automatisch auf Standard-Definition Wiedergabe umschalten. Optimal sind Digitaleingänge wie DVI oder HDMI. Aber auch hier ist eine Vorsichtsmassnahme angezeigt: Man muss unbedingt abklären, ob der DVI-Eingang auch wirklich das Kopierschutzverfahren HDCP versteht. Ist das nicht der Fall, kann dieses Gerät Digitalsignale nur von Computern akzeptieren, denn nur die DVI-Ausgänge von PC-Karten geben die Signale auch bei der Wiedergabe von DVDs ohne HDCP-Codierung aus. Wichtig: MPEG-4 Settopboxen geben HDTV-Qualität nur über HDCP-geschützte Ausgänge aus, bei HD DVD- und Blu-ray Abspielgeräten wird das ab 2010 der Fall sein. Ein daran angeschlossener Bildschirm oder Projektor muss also über einen HDCP-tauglichen DVI-Eingang oder über einen HDMI-Eingang verfügen, sonst bekommt er nur Standard-Qualität geliefert. Damit die HDTV-Qualität auch wirklich zu sehen ist, sollte das Display bei einem 16:9-Bild mindestens 720 Zeilen zählen. Dies ist gewährleistet bei den 16:9-DLP-Projektoren, bei den besseren LCD-Breitbild-Projektoren sowie bei LCD- und Plasma-Schirmen mit 768 Zeilen. Röhrenprojektoren können HDTV darstellen, wenn sie eine Eingangsfrequenz von 32 kHz beherrschen.

Antwort auf/zuklappen Was ist beim Kauf eines Bildschirmes wichtig?

Nicht jeder LCD- oder Plasmabildschirm mit HDTV-Auflösung kann auch wirklich HDTV-Videobilder darstellen. Dafür muss er auch über die geeigneten Eingänge verfügen. Am besten sind die (gleichwertigen) Digitaleingänge HDMI oder DVI, wobei im Fall von DVI vor dem Kauf geklärt werden muss, ob das Kopierschutzsystem HDCP unterstützt wird. Bei HDMI ist dies immer der Fall. Für Analogsingale braucht man einen Komponenteneingang (YUV). Allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn es gibt HDTV-taugliche Bildschirme, die jedoch über ihren Komponenteneingang nur Standard-Auflösung zeigen. Ausserdem ist zu bedenken, dass die Komponentenausgänge von Settop-Boxen an ihren Komponentenausgängen meist nur Standard-Auflösung ausgeben weil die Programmlieferanten die unrechtmässige Weiterverwendung hochwertiger HDTV-Komponentensignale fürchten. RGB-Eingänge auf SCART-Buchsen sind grundsätzlich nicht HDTV-tauglich. Manchmal klappt's aber trotzdem auch mit RGB, denn manche Bildschirme akzeptieren hochauflösende RGB-Signale aus Computern. Dazu haben sie 15-polige Sub-D Buchsen, die auch die vertikale und horizontale Synchronisation empfangen.

Antwort auf/zuklappen Wodurch unterscheiden sich LCD- und Plasma-Bildschirme voneinander?

Die Angaben in der nachstehenden Tabelle zeigen nur prinzipbedingte Tendenzen auf. In der Praxis gibt es zwischen den verschiedenen Herstellern und Modellen derselben Technik sehr grosse Unterschiede. Simple Pauschalaussagen, das eine System sei generell besser als das andere, sind demnach unzulässig.

LCD - Plasma
Vergleich der Eigenschaften

BildschirmgrösseLCDs können sehr klein gebaut werden, aber nicht beliebig gross. Die Plasmatechnik hingegen eignet sich nur für grosse Bildschirme
HelligkeitIm direkten Vergleich wirken LCDs gelegentlich etwas heller, besonders in heller Umgebung, das hängt mit ihrer Hintergrundbeleuchtung zusammen. In dunkler Umgebung kommen häufig Plasmadisplays besser zur Geltung. Ein klarer Vorteil für die eine oder andere Technik lässt sich daraus aber nicht ableiten.
KontrastDa bei LCD-Bildschirmen die Hintergrundbeleuchtung immer eingeschaltet ist und die einzelnen LCD-Pixel sich nicht völlig schliessen lassen, ist die Darstellung von sattem Schwarz problematisch. Das ist bei Plasma-Bildschirmen kein Problem, sodass in der Regel ein grösserer Kontrastumfang erreicht wird.
AuflösungHDTV-taugliche Auflösung zu erzielen, ist mit LCDs bedeutend einfacher als mit der Plasma-Technik. Das schlägt sich auch in der Zahl der erhältlichen Modelle nieder.
FarbtreueVon Hersteller zu Hersteller sehr unterschiedlich und auch individuelle Geschmackssache. Viele Testpersonen empfinden LCD-Bildschirme etwas brillanter, Plasma-Displays wärmer.
ReaktionszeitPlasma-Displays können schnelle Bewegungen etwa gleich gut darstellen wie konventionelle Bildröhren. LCDs tendieren hier eher zu Nachzieh-Effekten. Im Extremfall kann z. B. ein Tennisball einen kleinen "Kometenschweif" hinter sich her ziehen.
EinbrennenWenn man ein Standild während Stunden, Tagen oder Wochen stehen lässt, kann es bei Plasma-Bildschirmen zu Einbrenneffekten kommen, die bei LCDs nur selten auftreten. Hier können höchstens Ladungsreste zu einem befristeten Nachleuchten führen. Beide Effekte sind allerdings in letzter Zeit bei den führenden Marken stark reduziert worden.
LebensdauerBei beiden Techniken darf man heute getrost von einer Lebenserwartung von 40.000 bis 60.000 Stunden ausgehen, wobei auch dann noch 50 Prozent der Lichtleistung zur Verfügung stehen.
EmpfindlichkeitPlasma-Displays sollten auf keinen Fall waagrecht liegend transportiert werden und die meisten Hersteller garantieren ihr Funktionieren nur bis etwa 1500 Meter Seehöhe, in der Praxis funktionieren sie allerdings meiost bis über 2.500 Meter klaglos. Für LCDs gelten diese Einschränkungen nicht.
GewichtBei gleicher Grösse sind Plasma-Displays schwerer als LCD-Bildschirme. Daher sollte man die Wandmontage nach Möglichkeit Fachleuten überlassen.
StromaufnahmeDer durchschnittliche Stromverbrauch liegt bei Plasma-Displays häufig etwas höher, allerdings hängt er von der momentanen Bildhelligkeit ab. LCDs verbrauchen meist weniger Strom, allerdings auf gleichbleibendem Niveau.
GeräuschManche Plasma-Bildschirme haben Lüfter eingebaut, sie sind daher nicht völlig geräuschlos. LCD-Displays kommen ohne Ventilatoren aus.
Antwort auf/zuklappen Was ist OLED?

OLED steht für Organic Light Emitting Diode. Das ist also keine Bildschirm-Technologie, sondern eine Lichtquelle. So haben sich auch etliche europäische Hersteller darauf konzentriert, OLEDs als nächste Generation von Beleuchtungsmitteln zu etablieren. Aber natürlich eignet sich OLED hervorragend für Bildschirme, und zwar aus mehreren Gründen:

  • Strom wird direkt in Licht umgewandelt, und zwar dort, wo es benötigt wird
  • Damit kann der Kontrast sehr gut ausfallen, weil nichts durchleuchtet werden muss wie bei LCDs
  • Die Abstrahlung ist homogen in alle Richtungen, so dass die Bilder aus jedem Blickwinkel gleichmässig wirken
  • Farben sind sehr rein, da OLEDs als Halbleiter kein Mischlicht, sondern exakte Wellenlängen aufweisen

OLED kann also die Vorzüge von LCD und von Plasma vereinen oder sogar übertreffen. Doch das gilt nur für den Idealfall, der aber schwer zu realisieren ist. Dann werden rote, grüne und blaue Farbstoffe Pixel für Pixel aufgebracht und von einer Schaltung dahinter aktiviert. Das nennt man RGB-OLED.

Etwas einfacher herzustellen sind OLED-Schirme, wenn man eine weisse Leuchtfläche mit Farbfiltern versieht. Dann braucht man zwar immer noch eine aufwändige Schaltung in Aktiv­matrix-Technologie, aber die Beschichtung der Frontseite mit den organischen Materialien wird einfacher. In der Fachsprache ist dann von Color-by-white die Rede.

Hier ein Vergleich der Eigenheiten der beiden Bauweisen:     

RGB-OLEDColor-by-White-OLED
VoteileSehr reine Farben
Niedriger Stromverbrauch
Einfacher Aufbau
Einfachere Fertigung
Grosse Diagonalen möglich
NachteileSchwierige Fertigung
Ungleichmässiger Verschleiss
Höherer Stromverbrauch
Farbfilter nötig
Antwort auf/zuklappen Welchen Vorteil bieten 100 Hz Fernseher?

Die Verdopplung der Bildwechselfrequenz von 50 auf 100 Hertz wurde bei TV-Geräten Anfang der 80-er Jahre eingeführt, um Flimmern zu unterdrücken. Das ist bei 50 Hertz vor allem bei grossen hellen Flächen zu sehen, weil das Auge speziell in den Randbereichen der Netzhaut besonders empfindlich für Flimmern ist; je kleiner der Bildschirm also (im Verhältnis zum Betrachtungsabstand), um so unwichtiger ist 100 Hertz. Nicht unterdrückt wird aber Zeilenflackern, ebensowenig andere Störungen, die durch das Halbbildverfahren („Interlaced“) entstehen. Deswegen scheinen auch 100-Hertz-Röhren oft noch zu flimmern. Bei LCD-Schirmen dient 100 Hertz einem anderen Zweck: Man verringert damit die Zeit, in der ein bewegten Objekt an einer bestimmten Stelle des Schirms steht. Wenn sich das Auge darüber bewegt, wirkt dieses Stehen wie Unschärfe. Dieses Verschmieren ist LCD-typisch und wird auch nicht durch kurze Reaktionszeiten beseitigt. Mit 100-Hertz-Technik lässt sich das Verschmieren halbieren, unter einer Voraussetzung: Anders als bei Röhren darf nicht einfach nur eine Verdoppelung der Bilder passieren, es müssen Zwischenbilder errechnet werden, die das bewegte Objekt an einer neuen Position abbilden. Die gelegentlich angegebenen 120 Hertz sind nichts anderes als 100 Hertz, nur eine Verdoppelung der 60-Hertz-Frequenz von NTSC. Plasmaschirme arbeiten übrigens seit vielen Jahren schon mit 100 Hertz, allerdings bisher meistens ohne Errechnung von Zwischenbildern. Da hier, wie bei Röhren, eine Dunkelphase und das Aufleuchten einer Kontur aufeinander folgen, gibt es hier abr auch den Verschmier-Effekt nicht.

Antwort auf/zuklappen Wie verhält sich ein 100 Hz Bildschirm bei Signalen von einem 24p Player?

Das hängt vom Hersteller ab. Möglich sind 72 Bilder pro Sekunde (bei Pioneer), 96 (bei Philips) oder 120 (bei Sony). Wichtig ist nur, dass es ein Vielfaches von 24 ist. Die Plasmabildschirme von Panasonic zeigen zum Beispiel 48 Vollbilder wie im Kino.

Antwort auf/zuklappen Was bringt 200 Hertz?

Der Vorteil von 200 Hertz lässt sich nicht ganz leicht erklären und erst recht nicht gut vermarkten. Das Problem bei LCDs liegt nämlich darin, dass sich das Auge über den Schirm bewegt, die Darstellung aber statisch ist – weil natürlich die Pixel feststehen. Je länger also ein Objekt an einer Stelle zu sehen ist, als umso unschärfer wird es empfunden. Man kann den Effekt gut mit der Unschärfe eines Fotos vergleichen: Nimmt man ein vorbeifahrendes Auto mit einer 50-stel Sekunde auf, ist es verwischt, da es sich in dieser Zeit vorwärtsbewegt hat. Eine 200-stel Sekunde stellt es wesentlich schärfer dar, weil sich das Objekt in dieser Zeit nur ein Viertel so weit bewegt hat. Wobei der Vergleich korrekterweise so lauten müsste, dass das Objekt steht und sich das Kameraauge bewegt.

Es geht auch anders
Techniker sprechen bei LCDs auch von Sample-Hold-Displays, weil sie das Bild nicht aufblitzen lassen wie die Röhre oder ein Plasma, sondern eine bestimmte Zeit halten. Mit 200 Hertz kommt man nun auf Hold-Zeiten von fünf Millisekunden, während es bei 50 Hertz noch 20 waren. Konturen erscheinen hier also viermal so scharf, allerdings nur unter einer Voraussetzung: Die Elektronik muss pro Ausgangbild drei Zwischenbilder errechnen. Bei 24p- Quellen, also Film, sind es sogar sieben, da hier mit 192 Hertz gearbeitet wird. Hertz errechnen. Das allein macht freilich noch keine guten Bilder, es gehört außerdem eine Menge Know-how dazu. Denn die Zwischenbildberechnung ist nicht trivial, man kann dabei viele Fehler machen.

Freilich gibt es noch eine andere Möglichkeit, eine Hold-Zeit von fünf Millisekunden zu erreichen. Eine Möglichkeit ist das Einfügen von Dunkelbildern, wie es zum Beispiel bei den SXRD-Projektoren möglich ist. Dann verliert man aber die Hälfte der Helligkeit. Eleganter geht es mit LEDs als Hintergrundbeleuchtung. Schaltet man die nämlich auf gepulsten Betrieb, leuchten sie nur die halbe Zeit, da aber mit doppelter Lichtstärke. Damit kann man bei einem 100- Hertz-Modell eine Hold-Zeit wie bei 200 Hertz mit konstanter Hintergrundbeleuchtung erzielen. Da sich höhere Zahlen immer besser verkaufen, könnte der eine oder andere kreative Marketing- Mann diese Lösung auch als 200 Hertz bezeichnen.

Die Illustration zeigt, was 200 Hertz ausmacht: Gelb eingezeichnet ein Objekt, das sich über ein Pixelraster bewegt, die roten Linien markieren, wie das Auge der Bewegung folgt. Die Bewegung erfolgt von links nach rechts.

Oben – 50 Hertz: Das Objekt springt alle 20 Millisekunden weiter, auf der Netzhaut (rechts in der Leiste) ist kein Bereich wirklich gelb, die Kanten unscharf.
Mitte – 100 Hertz: Wird das Objekt alle 10 Millisekunden an einer neuen Position dargestellt, entsteht in der Mitte des Bildes auf der Netzhaut ein klarer Bereich (zwischen den gepunkteten Linien).
Unten – 200 Hertz: Mit einem neuen Bild alle 5 Millisekunden nimmt die Unschärfe an den Kanten deutlich ab, das Abbild auf der Netzhaut wird dem Originalobjekt immer ähnlicher.

Antwort auf/zuklappen Was sind Oxid-LCDs?

Das sind LCD-Bildschirme, bei denen das bisher für die Schaltungen benützte Amorphe Silizium durch eine Indium-Gallium-Zink-Verbindung ersetzt wurde. Dadurch werden die transportierten Ströme grösser und die Leiterbahnen kleiner. Als Folge davon sind höhere Auflösung und hellere Bilder möglich.

Antwort auf/zuklappen Was ist Gammakorrektur?

Die Gammakorrektur ist eigentlich ein Überbleibsel aus der Vergangenheit.
Sie beschreibt die Kurve der Helligkeitswerte in Abhängigkeit vom
Ansteuersignal. Dies kommt daher, dass die "alte" Bildröhre keine lineare
Helligkeitsdarstellung ermöglicht, sondern die in Form einer Kurve tut, der
sogenannten Gammakurve. Die Bildröhre hat im Mittel eine Gammakurve mit dem
Wert 2,2.

Antwort auf/zuklappen Was hat dies nun mit Flachbildschirmen zu tun?

Die Gammakurve kann bei Aufnahmegeräten wie professionellen
Foto/Videokameras, aber auch bei Grafikkarten oder seit einiger Zeit sogar
an Flachbildschirmen leicht verändert werden. Dies bewirkt, dass die
Helligkeits-Abstufung in Richtung Weiss oder Schwarz verschoben werden kann.
Die Standard-Einstellung ist 2,2. Ein tieferer Wert 2,0 oder 1,8 bedeutet,
dunkle Bereiche werden feiner abgestuft, helle weniger fein. Ein höherer
Wert 2,4 oder 2,6 natürlich genau umgekehrt.

Die Einstellung befindet sich im Menu bei den erweiterten Einstellungen und
ermöglicht das genaue Kalibrieren eines Monitors. Eine Kalibrierung benötigt
jedoch spezifische Testkarten oder Testbilder.

Man kann die Einstellung aber auch mit "normalen" Bildern nach dem
persönlichen Empfinden und Geschmack verändern.

Kauftips für Projektoren

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Antwort auf/zuklappen Voraussetzungen

Wer bei der Aufnahme Wert auf beste Qualität legt, sollte das bei der Präsentation genauso halten. Wer vier Meter von einem 32-Zoll-Schirm entfernt Platz nimmt, kann nicht erwarten, einen Unterschied zwischen Standard-Auflösung und High Definition zu erkennen. Dafür reicht das Auflösungsvermögen der Augen nicht aus. Macht man das Bild dagegen zwei Meter gross, erkennt man nahezu jeden einzelnen Pixel – und damit jede Kleinigkeit, die dem Videofilmer vor die Linse gekommen ist. Dann erst macht HD so richtig Spass.

Selbst wenn Flachbildschirme inzwischen fast jede Grenze des Wachstums durchbrochen haben, so richtig praktikabel sind Grossformate über 60 Zoll (1,5 Meter Diagonale) weder im Wohnzimmer noch in speziellen Vorführräumen oder Home-Cinema-Installationen. Mit einem Projektor dagegen sind zwei Meter kein Problem, auch nicht drei – wenn die Wand groß genug ist. Und nach der Präsentation verschwindet alles, als ob nichts gewesen wäre. 

Freilich muss man sich über eine Einschränkung im klaren sein: Ein Projektor kann nur Licht projizieren, aber kein Schwarz. Schwarz ist keine Farbe, sondern die Abwesenheit von Licht. Nur wenn die Bildfläche bei ausgeschaltetem Gerät wirklich dunkel ist, zeigt sich nach dem Start ein brillantes, kontrastreiches Bild. Bei Licht im Raum kann man zwar je nach Bedingungen immer noch etwas erkennen, doch dann sind LCD- oder Plasma-Schirme im Vorteil.

Antwort auf/zuklappen Wodurch unterscheiden sich die Konstruktionsprinzipien der diversen Videoprojektoren voneinander?





Bei LCD-Panels („Liquid Crystal Display“) ist jedem Bildpunkt ein durchleuchtbares Flüssigkristallelement zugeordnet. Mit dem Őffnen und Schliessen des Elementes dringt das Projektionslicht auf die Leinwand oder wird zurückgehalten. Weil ein perfektes Schliessen nicht möglich ist, kann mit diesem System in der Projektion kein sattes Schwarz erzielt werden, der Kontrast leidet. Das wirkt sich in der Praxis aber nur selten störend aus, da dieser Effekt nur in perfekt verdunkelten Räumen zu erkennen ist. Ausserdem gibt es neuerdings Projektoren, die mit einer dynamisch arbeitenden Irisblende den Helligkeitskontrast verstärken. Die Elektronik auf dem LCD-Display braucht Platz, sodass zwischen den einzelnen Bildpunkten relativ grosse Abstände entstehen, was sich unter Umständen auf der Leinwand in erkennbarer Pixelstruktur niederschlagen kann. Verkleinert man die Pixel um höhere Auflösung zu erzielen, geht wegen der grösseren Anzahl der Trennstege die Bildhelligkeit zurück. Um ein aus Bildpunkten zusammengesetztes Farbbild zu erhalten, braucht es die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB). Man kann das erreichen, indem man die einzelnen Pixel mit entsprechenden Farbfiltern versieht, wodurch sich allerdings due Auflösung reduziert. Daher setzt man für HDTV in aller Regel die 3LCD-Technik ein. (Bild) Diese zerlegt zunächst das Licht in drei farbige Lichtbündel, die jeweils ein eigenes LCD-Panel durchleuchten. Diese Panels steuern für jede Farbart die richtige Menge Licht, um das Bild zu erzeugen. Diese drei RGB-Bilder werden anschließend in einem Prisma wieder exakt zusammengesetzt und dann gemeinsam projiziert.





DLP („Digital Light Processing“) ist eine Entwicklung von Texas Instruments. Hier trifft das Licht der Projektionslampe auf sehr kleine Mikrospiegel. Jeder entspricht einem Bildpunkt und er lässt sich mehrere Tausend Mal pro Sekunde bewegen. So wirft er das auftreffende Licht je nach Bedarf auf die Leinwand oder in eine schwarze „Lichtfalle“. Das ergibt eine sehr gute Lichtausbeute und es lassen sich hohe Kontrastwerte erzielen, wenngleich die Feinabstufung im dunkelsten Bereich keine Idealwerte erreicht. Die DLP-Technik nutzt die Trägheit des Auges: Zwischen Lichtquelle und DLP-Chip befindet sich ein sehr schnell drehendes Farbrad, dessen Farbsegmente das Licht in kurzen Abständen färben; die Farbsequenz wird anschliessend an den kleinen Pixelspiegeln reflektiert. Genau genommen projiziert ein DLP-Projektor also drei einfarbige Bilder hintereinander, die nur durch ihre sehr hohe Frequenz als ein einziges Farbbild wahrgenommen werden. Bei kontraststarken Bildern können jedoch durch diese Methode an den Rändern farbige Streifen entstehen (Regenbogeneffekt). Auch bei sehr schnell bewegten Bildsequenzen können irritierende Schattenbilder auf der Leinwand erscheinen. Weil Mechanik und Elektronik zum Bewegen der Mikrospiegel unterhalb der Spiegel angeordnet sind, können die Abstände zwischen den einzelnen Spiegeln sehr gering gehalten werden sodass kaum eine Pixelstruktur auf der Leinwand zu erkennen ist. Ausserdem werden hohe Auflösungswerte erzielt und das System erleidet auch nach Jahren keine schleichende Qualitätsminderung.



D-ILA („Direct Drive Image Light Amplifier“) wurde von JVC entwickelt und gilt in praktisch allen Qualitätsparametern als das Optimum des derzeit Möglichen. Das System basiert auf LCOS („Liquid Crystal on Silicon“), es erreicht enorm hohe Auflösungen bei gleichzeitig grosser Bildhelligkeit, bestem Schwarzwert und feinster Grauabstufung. Weil es fast keine Abstände zwischen den einzelnen Pixeln gibt, ist auf der Leinwand auch bei grossen Bildformaten keine Pixelstruktur zu erkennen und die nichtorganischen Flüssigkristalle unterliegen praktisch keiner Alterung. D-ILA Projektoren werden unter anderem in Kinos zur Projektion von HDTV-Filmen verwendet. Eine genaue Beschreibung des Systems finden Sie hier. Nach demselben Prinzip funktioniert auch das SXRD von Sony.

Antwort auf/zuklappen Pixelzahl

Heute gibt es keinen Grund mehr für Kompromisse in Sachen Pixelzahl, zumindest, wenn ein ausgewachsener Projektor für zuhause gesucht wird. Geräte mit voller HD-Auflösung, also 1920 x 1080, bekommt man schon für erstaunlich wenig Geld. Und es ist durchaus sinnvoll, die höchste Stufe zu wählen, denn bei den Bildgrößen, zu denen ein Projektor in der Lage ist, erkennt man beinahe jeden einzelnen Pixel. Selbst bei Zuspielung mit normaler PAL-Auflösung, etwa von DV-Aufnahmen oder DVDs, empfiehlt sich Full-HD, weil das Bild dann homogener wirkt.Wer es ganz preiswert sucht, kann noch den einen oder anderen Hunderter sparen, indem er auf 1280 x 720 Bildpunkte geht. Auch damit lassen sich tolle Vorführungen realisieren, wie ältere Geräte der oberen Qualitätsklassen demonstrieren. Speziell, wenn man bei der Bildgrösse bescheiden bleibt, kann diese Auflösung ausreichen.Von 4:3-Formaten sollte man Abstand nehmen, wenn man einigermaßen zukunftssicher einkaufen will – zumindest, wenn es sich um ein Gerät für die Wohnung handelt. Denn man verschenkt im Normalbetrieb - was heute 16:9 heisst - nicht nur Auflösung, sondern auch Helligkeit, die in den schwarzen Balken verloren geht.

Bei portablen Projektoren für das Reisegepäck mag man 4:3 noch akzeptieren. Relativ häufig zu finden sind neuerdings Notebook-Auflösungen, etwa 1280 x 768 oder 1280 x 800. Solche Maschinen sind häufig recht lichtstark, da sie für mobile Präsentation gedacht sind. Damit können sie durchaus eine Alternative fürs Wohnzimmer sein.

Antwort auf/zuklappen Helligkeit

Wieviel Licht man braucht, hängt von zwei Faktoren ab: der gewünschten Bildgrösse und der Helligkeit im Raum. In einem komplett dunklen Heimkino, am besten mit schwarzen Wänden und schwarzer Decke, reichen selbst 700 Ansi-Lumen, um 2,5 Meter Breite gut auszuleuchten. Die gebräuchliche Hausnummer für Home-Cinema-Beamer sind 1000 Ansi-Lumen, neuerdings tendiert diese Kategorie sogar in Richtung 1500. Damit lässt sich dann auch ein ansehnliches Bild genießen, ohne dass man komplett abdunkelt oder mit der Diagonale unter 1,5 Meter gehen muss.
Wer aber im Wohnzimmer gute Ergebnisse haben will, braucht eine spezielle Leinwand. Sie muss das Licht vom Projektor verstärken und gleichzeitig die Umgebungshelligkeit dämpfen. Solche Flächen werden mit einem Gainfaktor angegeben, der über 1,0 liegt. Doch Vorsicht: Bei Werten jenseits von 1,5 Gain bildet sich in der Mitte ein deutlicher heller Fleck, der Hot Spot.

Antwort auf/zuklappen Kontrast

Für ein richtig gutes Projektorbild ist der Kontrast die wichtigste Voraussetzung – der Unterschied zwischen hellster und dunkelster Darstellung. Denn wenn das Restlicht die Stellen auf der Bildwand, die eigentlich schwarz sein sollten, aufhellt, kann das Bild keine Tiefe bekommen – man sieht ja die Leinwand, nicht das schwarze Weltall. Allerdings sind die Angaben der Hersteller in Sachen Kontrast ziemliche Phantasiezahlen, die mit der Praxis wenig zu tun haben. Schon die geringste Lichtquelle im Raum reduziert den Kontrast drastisch, ja selbst weiße Wände strahlen so viel Helligkeit zurück auf die Bildwand, dass von den Prospektwerten vielleicht noch 50:1 übrig bleibt.

Gemessen wird der Kontrast normalerweise mit einem komplett weißen und mit einem völlig schwarzen Bild, was aber dazu führt, dass dabei Geräte sehr gut abschneiden, die das Licht insgesamt regeln können. Das geht in der Regel durch eine variable Blende, die den Lichtstrom bändigt, wenn der Hintergrund überwiegend dunkel ist; in neueren Modellen mit LED-Leuchten werden die Lampen selbst stufenlos von Null bis Voll geregelt. Eine zweite Messmethode misst den so genannten Ansi-Kontrast, also innerhalb eines Bildes. Dazu nimmt man ein Schachbrettmuster und prüft, wie dunkel die schwarzen und wie hell die weißen Segmente sind. Blenden- und Lampenregelungen sind also hier außer Funktion. Dieser Wert liegt selbst bei sehr guten Projektoren unter 500:1, während der Maximalkontrast inzwischen die 100.000:1 überwunden hat.

LCD-Projektoren protzen neuerdings mit sehr hohen Maxima im On-off, während DLP-Geräte beim Ansi-Kontrast besser abschneiden. LCoS-Modelle  (D-ILA und SXRD) können in der Regel beides gut. Wer also seinen Projektor im komplett abgedunkelten Raum betreiben will, sollte auf beste Kontrastwerte achten; dabei aber nicht nur die Prospekte studieren, sondern auch Tests in anerkannten Fachmagazinen. Wer die Projektion bei Restlicht im Wohnzimmer betreibt, kann diesen Punkt getrost auf die leichtere Schulter nehmen.

Antwort auf/zuklappen Geräusch und Lampenlebensdauer

Immer noch ein Schwachpunkt bei Projektoren ist die Lampe. Ihre Lebensdauer liegt weit unter der des Projektors selbst, in der Regel bei 2000 bis 3000 Stunden. Daher wird sie auch als Verbrauchsmaterial gesehen, das nicht durch die Garantie des Herstellers erfasst wird. Gleichzeitig sind die Leuchtmittel empfindlich: Wird dem Projektor bei Ausschalten sofort der Strom abgedreht, können sie überhitzen, was die Lebensdauer nochmal verkürzt, auch Stöße im laufenden Betrieb nehmen sie übel. Ersatz ist ziemlich teuer.

Für die korrekte Kühlung der Lampe sorgt ein Gebläse, wobei die Regel gilt: Je grösser das Gehäuse, umso leiser kann das Gerät arbeiten. Laute Projektoren geben Lärm bis zu 30 dB ab, wirklich leise Modelle liegen nur knapp über 20 dB. Doch auch hier ist Herstellerangaben mit gesundem Misstrauen zu begegnen, da es keine genormte Messmethode dafür gibt. Noch ganz am Anfang stehen Leuchtdioden (LED) als Projektorlampen. Außer in einigen portablen Modellen findet man sie derzeit nur in sehr teuren Home-Cinema-Modellen.

Antwort auf/zuklappen Anschlüsse

Eingangsbuchsen kann man am Projektor nie genug haben, aber dabei gibt es ein Problem: Das Gerät wird am besten an der Decke montiert, dann ist es aus dem Weg. Doch zum Anschliessen, zum Beispiel des Camcorders, auf die Leiter zu klettern, ist nicht gerade praktisch. Wer den Projektor so installiert hat, sollte am besten auch noch einen AV-Receiver dazu anschaffen, der alle Signale über ein einzelnes HDMI-Kabel nach oben senden kann. Leider sind die benötigten langen Kabel auch nicht gerade billig. Doch HDMI ist Pflicht, damit ist die beste Bildqualität möglich. Nur tragbare Beamer können darauf verzichten.

Antwort auf/zuklappen Bildgrösse und Sitzabstand

Hier einige Zahlen für den empfohlenen, optimalen Betrachtungsabstand bei Full-HD-Auflösung, also dreifache Bildhöhe bezogen auf populäre Bildschirmgrößen. Der optimale Betrachtungsabstand ist der, bei dem man mit freiem Auge sämtliche im Bild enthaltenen Feinheiten erkennen kann – aber nicht noch näher. 

Bildschirm-Diagonale

Betrachtungsabstand

32 Zoll

1,2 Meter

37 Zoll

1,4 Meter

40 Zoll

1,5 Meter

42 Zoll

1,6 Meter

46 / 47 Zoll

1,7 Meter

50 / 52 Zoll

1,9 Meter

55 / 57 Zoll

2,1 Meter

60 Zoll / 1,5 Meter

2,2 Meter

80 Zoll / 2 Meter

3 Meter

100 Zoll / 2,5 Meter

3,7 Meter

Antwort auf/zuklappen Nützt mir HDTV auf meinem Projektor, auch wenn dieser nur Standardauflösung zeigt?

Wenn er das Signal akzeptiert: ja. Denn bei einem Projektor geht man normalerweise in Bildgrössen, bei denen man praktisch jeden Pixel einzeln erkennen kann. Dann fällt auf, dass bei normalen Signalen die Farbe nicht mit der Schärfe des Schwarzweiss-Bildes übereinstimmt - die Farbdeckung ist auch bei RGB- oder YUV-Signalen nicht perfekt. Bei HDTV ist auch das Farbsignal schärfer als die Darstellung auf dem meisten Projektoren, so dass ein ganz anderer, wesentlich präziserer Bildeindruck entsteht. Das gilt selbst dann, wenn der Projektor bei 16:9 nur mit 480 Zeilen arbeitet

Blu-ray Disc

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Antwort auf/zuklappen Gibt es auf Blu-ray Discs auch anamorphe Bilder?

Nein. HDTV gibt es immer und ausschliesslich im Bildformat 16:9. Die Angabe „anamorph“ auf manchen Blu-ray Boxen ist irreführend und auf eine gedankenlose Uebernahme der DVD-Angaben zurückzuführen.

Antwort auf/zuklappen Haben alle Abspielgeräte Decoder für HD-Ton eingebaut?

Nein, in diesem Punkt unterscheiden sich die verschiedenen Modelle deutlich voneinander.

Antwort auf/zuklappen Benötigt man Decoder für HD-Ton im Player überhaupt?

Nein, sofern ein angeschlossener AV-Receiver über eine HDMI 1.3 Schnittstelle verfügt. Dann übernimmt dieser die Entschlüsselung der HD-Tonformate.

Antwort auf/zuklappen Kann man die HD-Tonformate auch hören, wenn die HDMI-Schnittstelle des AV-Receivers nicht 1.3-konform ist, sondern nur 1.1 oder 1.2?

Ja.  BD Player mit integrierten HD-Ton Decodern können Dolby True HD und DTS-HD Master Audio verlustfrei ins PCM-Format umwandeln und dieses via HDMI 1.1 oder 1.2 an den AV-Receiver weitergeben.

Antwort auf/zuklappen Enthalten alle Blu-ray Discs HD-Ton?

Nein, denn den Produzenten steht eine breite Palette an Tonformaten zur Auswahl. Bei Hollywood-Produktionen steht häufig die Originalversion in HD-Ton zur Verfügung, die deutschsprachige Synchronisation hingegen in Dolby Digital oder DTS.  Allerdings klingen auch diese Tonformate auf der BD meist besser als auf der DVD, denn hier steht ihnen viel mehr Bandbreite zur Verfügung: Bei Dolby Digital 640 kBit/sec. und bei DTS 1,536 MBit/sec.

Antwort auf/zuklappen Was ist Bonus-View?

Blu-ray Discs sind in der Lage, zwei Bild- und Tonströme gleichzeitig auszugeben. In der Funktion Bonus-View wird diese Möglichkeit dazu genutzt, Zusatzinformationen zum laufenden Film per Bild-im-Bild einzuspielen, etwas Hintergrundinformationen zu gerade laufenden Szene, Drehbuch- und Storyboard-Auszüge, Interviews oder Kommentare von Regisseur oder Schauspielern.

Antwort auf/zuklappen Was ist BD-Live?

Viele Blu-ray Disc Player lassen sich mit dem Internet verbinden. Dann dient die Disc sozusagen als „Smart Card“, die den Zugang zu Informationen eröffnet, die nur dem Besitzer dieser Disc zugänglich sind. So kann man unter Umständen zusätzliche Untertitel abrufen, aktuelle Informationen über neueste Produktionen oder Auftritte der Künstler erfahren, Trailer und entfallene Szenen herunterladen, an Gewinnspielen teilnehmen, sich mit anderen Zuschauern austauschen, Fanartikel bestellen und so weiter.

Antwort auf/zuklappen Warum dauert es nach dem Einschalten eines Blu-ray Players so lang bis er betriebsbereit ist?

Das hat mehrere Gründe: Erstens ist ein solches Gerät beinahe ein Computer mit einem eigenen Betriebssystem, das zunächst in der Grössenordnung von 75 MB geladen werden muss. Zweitens muss der Player nach dem Laden einer Disc herausfinden, um was für ein Format es sich hier handelt: Blu-ray, Audio-CD, DVD-Video, DivX, MP3 und so weiter. Und drittens sind aufwändige Menüs von Blu-ray Discs mit Java programmiert, was dem Abspielgerät weitere Arbeit auflädt. Schneller geht es, wenn der Player sich bereits im Standby-Modus befindet, dort verbraucht er aber Strom.

Audio

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Antwort auf/zuklappen Was ist bei der Wahl einer Audio-Anlage zu beachten?

Jeder Psychologe weiss, dass das Gesamterlebnis „Kino“ zu mehr als 50 Prozent vom Ton bestimmt wird. Aus diesem Grunde sollte man die Audioanlage mit derselben Sorgfalt aussuchen wie die Videokomponenten und man sollte dafür auch etwa gleichviel Geld ausgeben wie für Bildschirm, Blu-ray Player und Settopbox.

Antwort auf/zuklappen Wofür braucht man Surroundsound?

In der Natur sind wir jederzeit von Geräuschen und Klängen aus allen Richtungen umgeben. Selbst in einem Konzertsaal hören wir den Klang nicht nur vorn vorne. Er breitet sich im gesamten Raum aus, wird von Wänden, Boden und Plafond vieltausendfach reflektiert und erreicht unsere Ohren aus allen Richtungen. Das Ergebnis all dieser Reflexionen bezeichnen wir als „Raumakustik“. Wenn man akustische Ereignisse zu Hause möglichst originalgetreu reproduzieren möchte, reicht Stereowiedergabe also nicht aus, weil der Ton da nur vor vorne abgestrahlt wird. Erst Surroundsound schafft akustisch das Gefühl, wirklich dabei zu sein.

Antwort auf/zuklappen Wie stellt man die Lautsprecher einer Surroundsound-Anlage richtig auf?

Idealerweise sollten die Lautsprecher so aufgestellt sein wie in dem Studio in dem die Abmischung vorgenommen wurde. Für die Studiokonfiguration gibt es eine international akzeptierte Empfehlung, die nachstehend abgebildet ist:

Gemäss dieser Grafik sollten alle Lautsprecher etwa gleich weit vom Hörer entfernt sein und dieselbe Klangcharakteristik besitzen. So stellt sich ein homogenes und natürlich wirkendes Klangbild ein. Nun lässt sich eine solche Idealanordnung in den meisten Wohnräumen aus Platzgründen nicht verwirklichen. Kompromisse sind also unumgänglich, diese müssen aber keineswegs faul sein:

  • Die beiden (rückwärtigen) Surroundlautsprecher müssen nicht unbedingt dieselbe Grösse haben wie die drei Frontlautsprecher. Sofern sie vom selben Hersteller stammen und dieselbe Klangcharakteristik haben, bringen hier auch kleinere Boxen durchaus gute Ergebnisse.
  • Optimal ist es, wenn alle Lautsprecher sich auf Ohrenhöhe des Zuhörers befinden. Im Falle der Frontlautsprecher sollte man sich unbedingt so weit wie möglich an diese Empfehlung halten weil es nervös macht, wenn Bild und Ton nicht von derselben Stelle kommen. Bei den Surroundlautsprechern sind Kompromisse erlaubt. Je nach Platzierungsmöglichkeit kann man sie auch in 1,8 oder 2 Metern Höhe an die Wand hinter dem Zuhörer hängen. Eine solche Montage ist auch in Fällen zu empfehlen, wo bei ebenerdiger Aufstellung der Abstand vom Surroundloutsprecher zum Zuhörer zu gering wäre.
  • Für einen voluminösen, raumfüllenden (nicht unbedingt lauten) Klang braucht man Lautsprecher von einer bestimmten Grösse. Wenn die räumlichen Verhältnisse nur den Einsatz sehr kleiner Lautsprecher erlauben, kann man dennoch eine beeindruckende Klangfülle erzielen, indem man die Abstrahlung der tiefsten Frequenzen (Kontrabass, Pauken, Donnergrollen, Explosionen) einem spezialisierten Tiefton-Lautsprecher übertragen. Dieser „Subwoofer“ verfügt meist über einen eigenen Verstärker und eine relativ grosse Lautsprechermembran und weil das menschliche Ohr Schwierigkeiten hat, extrem tiefe Töne zu orten, kann man einen solchen Zusatzlautsprecher irgendwo im Raum hinstellen wo er optisch nicht stört.

Wichtig: All dies sind nicht buchstabengenau zu befolgende Vorschriften, sondern nur Empfehlungen, die als Anhaltspunkte bei der Planung einer Audio-/Videoanlage dienen können.

Der klassische Surroundsound kommt mit 5 Lautsprechern aus, eventuell ergänzt durch einen Subwoofer. Es gibt aber auch Vorschläge, noch mehr Uebertragungskanäle einzusetzen. Das Format 6+1 setzt einen „Rear-Center“-Lautsprecher hinter dem Zuhörer ein, es ist aber kaum gebräuchlich. Etwas häufiger kommen neuerdings Blu-ray Discs mit 7+1 Audiokanälen auf den Markt. Damit soll speziell in grösseren Räumen eine noch gleichmässigere Umhüllung des Zuhörers erreicht werden. Solche Aufnahmen verlangen aber nicht zwingend nach 7 Wiedergabekanälen, sie lassen sich ohne Einbusse auch auf klassischen Anlagen mit 5 oder 5+1 Kanälen abspielen.

Antwort auf/zuklappen Warum ist der Ton bei HDTV-Fernsehsendern leiser?

Für die Tonübertragung im Fernsehen stehen 2 verschiedene Formate zur Verfügung: MPEG-1 ist nur für Stereoton geeignet, Dolby Digital auch für Surroundsound. Nun gelten für Surroundsound und Dolby Digital allerdings andere Aussteuerungsregeln. Das führt dazu, dass Fernsehsendungen mit DD immer deutlich leiser ausfallen. Da Pegelsprünge beim Umschalten zwischen verschiedenen Porgrammen unangenehm sind, bemüht sich derzeit eine Arbeitsgruppe von Fachleuten um eine gesamteuropäische Lösung dieses Problems.

Antwort auf/zuklappen Warum sind bei vielen Spielfilmen die Dialoge im Verhältnis zu Musik und Geräuschen zu leise?

Das Mischungsverhältnis wir in grossen Studios hergestellt und bei Lautstärker wie sie in Kinosälen üblich sind. Wenn man diese Soundtracks auf kleineren Lautsprechern und mit niedriger Lautstärke abspielt, leidet häufig die Sprachverständlichkeit. Viele Surroundsound-Verstärker (oder –receiver) bieten daher die Möglichkeit, das Lautstärkeverhältnis zwischen den einzelnen Kanälen zu beeinflussen. Dort kann man den Center-Kanal und damit die Dialoge hervorheben.

Antwort auf/zuklappen Was ist Dolby Digital Plus?

Ein Audio-Kompressionsformat, das eine Weiterentwicklung des bekannten Dolby Digital darstellt und das höhere Datenraten erlaubt. Damit können bei einer Datenrate von bis zu 6 Mbit/sec. bis zu 13+1 Audiokanäle codiert werden, daneben ermöglicht das System aber eine Steigerung der Audioqualität bei niedrigsten Datenraten. Ausserdem lassen sich zwei verschiedene Datenströme miteinander mischen (etwa Kommentare oder Internet-Downloads). Die weit verbreiteten Decoder für Dolby Digital können die in Dolby Digital Plus enthaltenen 5+1 Basisinformationen ohne Verlust decodieren.

Antwort auf/zuklappen Was ist Dolby TrueHD?

Ein verlustlos arbeitendes Audio-Kompressionsformat, das auf dem von der DVD-Audio bekannten MLP (Meridian Lossless Coding) aufbaut. Hier lässt sich die Klangqualität von Aufnahmen mit 192 kHz Abtastrate und 24 Bit Wortbreite einschränkungslos übertragen. Bei Datenraten bis zu 18 Mbit/sec. sind bis zu 14 Audiokanäle sowie Metadaten möglich. Für die Blu-ray Disc wurde die Zahl der Audiokanäle eingeschränkt: Bei 24 Bit Wortbreiten sind es 8 bei einer Abtastfrequenz von 96 kHz oder 6 bei 192 kHz. Dolby True HD verkleinert die Datenrate gegenüber unkomprimiertem PCM auf etwa die Hälfte, nimmt aber von der Klangqualität absolut nichts weg. Die Hersteller von Blu-ray Abspielgeräten sind nicht verpflichtet, Decoder für dieses Format in ihre Produkte einzubauen. Damit solche Player nicht stumm bleiben, schreibt Dolby vor, dass auf jeder Blu-ray Disc, die Dolby True HD enthält, dieselbe Tonspur parallel dazu auch in konventionellem dolby Digital enthalten sein muss, die jeder Player versteht. Dies ist immer der Fall, auch wenn auf der Verpackung der Blu-ray Disc nur Dolby True HD angegeben ist.

Antwort auf/zuklappen Was ist DTS-HD?

Ein Audio-Kompressionsformat, das eine Erweiterung des bekannten DTS Surroundformates darstellt. Es benötigt noch mehr Speicherplatz, erlaubt es aber, noch mehr Audiokanäle zu speichern und dies auch in noch höherer Qualität bis hin zum völlig verlustfreien Speichern. Auf der Blu-ray Disc können im Format DTS-HD Master Audio bis zu 8 Audiokanäle mit einer Wortbreite von 24 Bit und 192 kHz Abtastfrequenz untergebracht werden. Dafür steht eine Bandbreite von maximal 24,5 Mbit/sec. zur Verfügung.  Die Hersteller von Blu-ray Abspielgeräten sind allerdings nicht verpflichtet, Decoder für DTS-HD Master Audio in ihre Abspielgeräte einzubauen. Blu-ray Player ohne solche Decoder bleiben aber nicht stumm, sie geben den "DTS-Core" aus, also die verlustbehaftete Basisversion von DTS in Surroundsound oder auch in einer intern vorgenommenen Stereo-Abmischung.

Geräteeinstellung

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Antwort auf/zuklappen Wie stelle ich meine Videoanlage optimal ein?

Ganz einfach: Mit hochwertigen Testsignalen, die Sie hier herunterladen können. Dass wir Ihnen diesen Service gratis anbieten können, verdanken wir der Grosszügigkeit von BUROSCH, der führenden Entwicklungsfirma von professionellen Testsignalen. Wir stellen Ihnen hier die «Display Reference Test Suite» zum Download bereit. Darauf finden Sie nicht nur 12 wertvolle Testbilder, sondern auch Audiosignale, die Ihnen helfen, Ihre Surroundsound-Anlage optimal zu justieren. Mit einem DVD-Brenner und entsprechender Software (z.B. Nero für Windows, Toast für Mac) können Sie selber eine in Ihrem Standard DVD-Player lauffähige DVD erstellen. Dazu gibt es eine 16 Seiten umfassende Beschreibung der einzelnen Testbilder, deren Bedeutung und Handhabung. Dieses Handbuch stellen wir Ihnen als PDF-Datei zur Verfügung.

Dass das alles nicht in HD-Auflösung sondern in Standard-DVD-Qualität angeboten wird, liegt daran, dass DVD-Brenner für Blu-ray und HD DVD noch äusserst selten sind, die wichtigen Bildschirmeinstellungen aber auch mit Signalen in Standardauflösung vorgenommen werden können.

Die Test-DVD beinhaltet insgesamt 12 Testbilder
Die Test-DVD beinhaltet insgesamt 12 Testbilder

 Download «Display Reference Test Suite» für Nero (.nrg Datei, ca. 154 MB)

 Download «Display Reference Test Suite» für Toast (.img Datei, ca. 165 MB)

 Download PDF Handbuch (ca. 1.3 MB)

Antwort auf/zuklappen Welches ist der ideale Betrachtungsabstand?

Das kommt, wie vorstehend beschrieben, auf die Bildauflösung an. Wenn man bei einem Programm mit Standard-Auflösung dem Bildschirm zu nahe kommt, treten die einzelnen Zeilen störend in Erscheinung. Aus diesem Grunde liegt der empfohlene Betrachtungsabstand dort beim 4- bis 6-fachen der Bildhöhe. Da bei HDTV die Bildauflösung bedeutend grösser ist, gilt hier etwa das 3-fache der Bildhöhe als optimal. Umgekehrt folgert daraus, dass bei gleichbleibendem Betrachtungsabstand ein HDTV-Fernsehgerät bedeutend grösser sein sollte als eines, das nur für Standardqualität eingerichtet ist.

Antwort auf/zuklappen Wie beurteilt man die Fähigkeiten eines Wiedergabegerätes, Feinabstufungen in der Helligkeit wiederzugeben?

Am besten mit einem Graukeil, den man auf Test-DVDs findet. Im Idealfall kann man jeden Streifen einzeln erkennen.

Bei der Wiedergabe über weniger hochwertige Geräte verschmelzen mehrere Streifen miteinander zu einem undifferenzierten Ganzen.

Antwort auf/zuklappen Was soll man machen, wenn man an seinem Fernseher die Farbräume 601 und 709 einstellen kann?

Die beiden Standards sind Empfehlungen der Internationalen Telekommunikations-Union, so genannte ITU-Rec BT.601 und BT.709. 601 ist die Norm für PAL-Farbbilder, auch bekannt als EBU-Farbraum. Alle Videosignale mit 576 Zeilen sollten nach dieser Norm abgestimmt sein, damit sie auf Bildschirmen korrekt wiedergegeben werden. Die entsprechende Norm für HDTV-Bilder ist 709. Beide Normen unterscheiden sich nicht gravierend voneinander, aber im direkten Vergleich doch sichtbar. Daher gilt folgende Regel: Wenn es sich um Bilder in PAL handelt, sollte immer 601 verwendet werden, bei HDTV-Quellen dagegen setzt man korrekterweise den Farbraum 709 ein. Wenn die Umschaltung am Fernsehgerät möglich ist, sollte man die Einstellung kontrollieren – je nach dargestellten Bildern. Bei normalem TV-Programm oder DVD also 601, bei HDTV-Bildern eben 709. Die Tücke liegt allerdings darin, dass neuerdings immer mehr Geräte in der Lage sind, die Auflösungen umzuwandeln. Das trifft vor allem auf DVD-Player zu, ebenso neuere Digital-TV-Settopboxen mit HDMI-Ausgang. In vielen Fällen richtet sich der Bildschirm automatisch nach der Zeilenzahl des eingehenden Signals, wählt also bei 1080 oder 720 Zeilen den HD-Farbraum. Wenn die Quelle dann aber eine hochskalierte DVD oder ein normales Digital-TV-Programm ist, dann ist die Darstellung verfälscht, weil 601-erzeugtes Material als 709 verarbeitet wird. Wer in einem solchen Fall die Möglichkeit hat, die Einstellungen von Hand einzustellen, sollte dies tun.

Kompatibilität

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Antwort auf/zuklappen Kann ich HD DVDs und Blu-ray Discs auf meinem Computer abspielen?

Ja, denn um eine möglichst breite Einführung dieser neuen Medien zu ermöglichen, wird der rigide Kopierschutz AACS in Stufen eingeführt. HDCP-Verschlüsselung ist zunächst nicht Pflicht, sodass zunächst auch Besitzer von analogen Monitoren HD-Filme an ihrem PC abspielen können. Sie benötigen dafür lediglich ein HD-DVD- oder Blu-ray-Laufwerk. Die Hersteller empfehlen für die ruckelfreie Wiedergabe als CPU Intel Pentium 4  ab 3,2 GHz, Intel Core2DUO ab 1,83 GHz, Intel Pentium Mobile ab 2.0 GHz oder AMD ab X2 3800+. Dazu eine Grafikkarte mit mindestens 256 MByte Ram und folgendem Chip: ATI/AMD Radeon ab X1600, besser ab HD 2400, Nvidia: ab 7600GT. HDCP oder HDMI wird man wahrscheinlich erst ab 2010 benötigen. Der taiwanesische Softwarehersteller Cyberlink bietet eine Gratis-Software an, mit der man rasch überprüfen kann, ob alle Systemkomponenten eines Computers für die Wiedergabe von Blu-ray Discs und HD DVD geeignet sind. Die Software analysiert die Systemkomponenten Prozessor, System-Speicher, Betriebssystem, Grafikkarte, Treiber und Video-Speicher, Wiedergabe-Software und HDCP-Standards.
Zum Gratis-Download geht es hier.

Antwort auf/zuklappen Gibt es Unterschiede in der Bildqualität von PAL-Signalen, wenn diese auf Bildschirmen mit 1920x1080 bzw. 1366x768 Bildpunkten gargestellt werden?

Häufig wird vermutet, die Darstellung auf einem "Full-HD" Bildschirm könne schlechter sein weil dort mehr Zeilen hinzugefügt werden. Doch so pauschal lässt sich das nicht beantworten, es hängt vor allem von der Signalverarbeitung im jeweiligen Gerät ab. Die besseren Voraussetzungen für ein gutes Bild von einer PAL-Quelle bietet nzunächst Full-HD, aus einem einfachen Grund: Die 576 Zeilen von PAL lassen sich durch Abzug des Overscans zu 540 Zeilen machen, ohne dass etwas Wichtiges fehlen würde. Dann verdoppelt man einfach die Zeilenzahl, am besten natürlich durch Interpolation, und kommt damit auf genau die 1080 Zeilen eines Full-HD-Schirms. Damit muss dann immer nur eine Zwischenzeile errechnet werden, was wesentlich weniger fehlerträchtig ist als andere Umwandlungen. Macht man dagegen aus 576 Zeilen 768, dann ergeben immer drei Zeilen des Ausgangsbildes vier Zeilen in der Darstellung. Ausserdem: Man sollte die Pixelzahl eines Bildschirms nicht nach der Quelle auswählen, sondern danach, ob man bei normaler Entfernung noch einzelne Pixel erkennen kann - was nicht der Fall sein sollte. Das wird beeinflusst durch den Abstand des Sitzplatzes zum Fernseher (oder Leinwand) und durch die individuelle Sehschärfe. Als grobe Formel für den richtigen Abstand von HD-Schirmen gilt die dreifache Bildhöhe (etwas weniger als das Zweifache der Diagonale). Wählt man das Pixelraster zu grob, sieht man praktisch eine Gitterstruktur im Bild, wählt man es zu klein, verschenkt man andere wichtige Vorteile, etwa Helligkeit und Kontrast.

Antwort auf/zuklappen In der Computertechnik werden die Bildschirm-Auflösungen meist in Buchstabenkürzeln angegeben. Welchen Videoauflösungen entsprechen diese?

Wie die Tabelle zeigt, entsprechen die meisten Kürzel dem Seitenverhältnis von 4:3 (1,33:1). Da HDTV aber ausschliesslich das Bildformat 16:9 (1,77:1) verwendet, werden hier über einen 4:3 Bildschirm oder ein 4:3 Projektorpanel 25 Prozent der horizontalen Zeilen gar nicht benützt, denn sie stellen nur schwarze Balken dar. Die wirklich nutzbare Auflösung reduziert sich dadurch um diesen Prozentbetrag. Die XGA-Angabe von 1.024 x 768 mit ihrem Seitenverhältnis von 4:3 ergibt im Breitbildbetrieb also eine nutzbare Auflösung von nur noch 1.024 x 576, was die Qualität von HDTV nicht voll zur Geltung bringt.

Bildschirm-Auflösungen
BezeichnungPixelSeitenverhältnis
VGA640 x 4801,33:1 = 4:3
SVGA800 x 6001,33:1 = 4:3
WVGA853 x 4801,77:1 = 16:9
XGA1.024 x 768    1,33:1 = 4:3
SXGA1.280 x 1.0241,25:1
WXGA1.280 x 7681,66:1 = 15:9
WXGA1280 x 80016:10
WXGA1.366 x 7681,77:1 = 16:9
SXGA+1.400 x 1.0501,33:1 = 4:3
UXGA1.600 x 1.2001,33:1 = 4:3
WSXGA+1680 x 105016:10
UXGA+1.920 x 1.2001,6:1
QXGA2.048 x 1.5361,33:1 = 4:3
QUXGA3.200 x 2.4001,33:1 = 4:3
QUXGA+3.840 x 2.4001,6:1
Antwort auf/zuklappen Wenn mein Disc-Player über einen HDMI-Ausgang verfügt, kann ich ihn an den DVI-Eingang eines Computermonitors anschliessen?

Im Prinzip ja. Nur arbeiten Computermonitore mit anderen Bildschirmauflösungen und Bildwiederholraten, sodass nicht sichergestellt ist, dass Sie ein einwandfreies Bild zu sehen bekommen. Ausserdem aktivieren die allermeisten Discs den Kopierschutz HDCP. Dieser wird aber von den DVI-Eingängen von Computermonitoren in der Regel nicht unterstützt, sodass der Bildschirm völlig schwarz bleibt.

Antwort auf/zuklappen Was tun, wenn ein bereits vorhandener Bildschirm oder Projektor keinen HDCP-tauglichen DVI- oder HDMI-Eingang hat?

Solche Eingänge sind nach den Bestimmungen des "HD-ready" Logos zwingend geboten, denn nur sie können die HDCP-verschlüsselten Bildsignale moderner HD-Quellen entschlüsseln und darstellen. Um dennoch auch ältere Geräte nutzen zu können, hat die deutsche Firma Spatz Konverter entwickelt, die das ankommende Signal von der HDCP-Codierung befreien und es in ein analoges Komponenten- oder RGB-Signal umwandeln. Weil damit aber offensichtlich Patente verletzt werden, musste das Unternehmen den Vertrieb dieser Produkte schon Anfang 2006 wieder einstellen.

Technische Details

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Antwort auf/zuklappen Warum ist die Fernsehsendung via Satellit um einige Sekunden gegenüber terrestrischer oder Kabel-Verbreitung verzögert?

Das hat hauptsächlich 2 Ursachen: Das Signal legt von der Erde bis zu den ca. 36'000km über dem Äquator schwebenden Satelliten und retour einen weiten Weg zurück. Der Hauptgrund liegt aber darin, dass das Bild und der Ton digitalisiert, datenreduziert (komprimiert), verschlüsselt und in der Empfangs-Box wieder entschlüsselt und de-komprimiert werden muss, damit es auf einem Bildschirm dargestellt werden kann. Besonders die Datenreduktion ist ein zeitaufwendiger Vorgang, speziell, wenn das Bild bei hoher Qualität möglichst stark komprimiert werden soll.

Antwort auf/zuklappen Wie kann man dem Einbrennen von Standbildern bei Plasmabildschirmen begegnen?

Einbrennen, also Geisterbilder vorausgegangener Darstellungen, kommt bei Plasmaschirmen vor allem am Anfang der Lebendauer vor, in den ersten 500 oder 800 Betriebsstunden. Moderne Geräte haben damit recht wenig Probleme, es kann aber vorkommen. Dagegen hilft:
– In den ersten Betriebsstunden Material mit festen Einblendungen nur eine gewissen Zeit ansehen (vor allem Videotext, Games, aber auch Letterbox-Filme); danach Umschalten oder Ausschalten.
– Am Anfang die Helligkeit herunterregeln; der Schirm ist zu Beginn besonders empfindlich, aber auch besonders hell. Daher verträgt er eine Reduzierung und spart gleichzeitig Helligkeit für später.
Ist es dennoch passiert, hilft der Betrieb mit einem Weissbild (etwa von einer Test-DVD) für eine gewisse Zeit, etwa über Nacht. Das  wird auch in den Service-Abteilungen der Hersteller so praktiziert.

Antwort auf/zuklappen Gibt es das Einbrennen auch bei LCD-Bildschirmen und was kann man dagegen tun?

Ja, das kommt tatsächlich vor, wenn auch selten. Und es ist nicht nur bei Bildschirmen bekannt, sondern auch bei Projektoren. Ausser häufigem Wechsel der Bilder lässt sich dagegen allerdings nichts unternehmen. Es empfiehlt sich also, Standbilder nicht tage- oder wochenlang unverändert stehen zu lassen.

Antwort auf/zuklappen Wie kommt es, dass Aufnahmen mit xvYCC auf einem normalen Bildschirm besser aussehen als normale Camcorder-Aufnahmen?

Tatsächlich sollte man erwarten, dass ein Signal mit erweitertem Farbraum auf einem Bildschirm ohne diese Fähigkeit falsch dargestellt wird, ja sogar weniger gesättigt. Eine richtige Darstellung dürfte doch eigentlich erst bei entsprechendem Eingang wirksam sein. Tatsächlich ist es aber so, dass Aufnahmen von Camcordern, die den erweiterten Farbraum xvYCC (auch x.v. Color genannt)  beherrschen, meistens besser aussehen. Das hat zwei Gründe.
Zum einen werden digitale Videosignale traditionell mit etwas Abstand nach oben und unten codiert, um Spielraum für die Beseitigung von Störungen (Aliasing) zu haben. Ein Kanal mit acht Bit nutzt dann von den möglichen Stufen 0 bis 255 nur 16 bis 235 (in den beiden Farbdifferenzkanälen 16 bis 240). PC-Signale lassen diese Begrenzung weg und nutzen 0 bis 255. Da xvYCC einen weiteren Farbraum darstellen muss, hat man beschlossen, hier ebenfalls den vollen Spielraum zu nutzen. Daher wirken die Bilder kräftiger und kontrastreicher, auch auf Bildschirmen ohne x.v. Color.
 Ein zweiter Grund ist, dass bisher immer auf den RGB-Farbraum Rücksicht genommen wurde. Werte, deren Summe in RGB bisher unter 0 oder über 1 lagen, waren verboten, die Farben konnten also nicht übertragen werden. Bei x.v. Color (genauer gesagt xvYCC/IEC 61966-2-4) ist dieser Farbraum zugelassen, und damit auch nutzbar, wenn Camcorder und Bildschirm per HDMI verbunden sind – dort ist neben RGB auch immer YUV möglich. Damit wirken einzelne Farben heller und gesättigter, sie leuchten stärker.
Für wirklich korrekte Darstellung braucht man aber tatsächlich einen Bildschirm mit HDMI-Eingang in Version 1.3, bei dem x.v. Color unterstützt wird. Deep Color dagegen ist etwas anderes, nämlich die Übertragung mit mehr als acht Bit (12 bis 16).

Antwort auf/zuklappen Mein Blu-ray / HD DVD Player gibt kein 24p aus, ich kann aber trotzdem kein Ruckeln erkennen. Woran liegt das?

Das kann mehrere Ursachen haben:

  1. Man hat es bisher nicht bemerkt. Denn das Ruckeln, dass durch die unregelmässige Umwandlung der 24 Filmbilder auf 60 Hertz entsteht (der erste Halbbild dreimal, das zweite zweimal, daher 3:2 Pulldown genannt), fällt umso stärker auf, je grösser ein Bildschirm ist – hier folgt das Auge den Objekten über den Schirm. Und es hängt natürlich stark von der jeweiligen Szene ab. Bei Schwenks über harte Konturen, etwa Gebäude oder Personen, ist es kaum zu übersehen.
  2. Manche Bildschirme haben eine spezielle Filmmode-Erkennung, die aus den 60 Halbbildern herausfindet, welche vom gleichen Filmbild stammen. Diese werden dann in einer geichmässigen Abfolge wiederholt, etwa mit 72 Hertz (drei Bilder pro Filmbild, 3:3).
Antwort auf/zuklappen Mein Player und der Bildschirm sind 24p fähig, es ruckelt aber trotzdem. Woran liegt das?

Auch hier kommen mehrere Ursachen in Betracht:

  1. Auch Filmbilder im Kino ruckeln, da die Frequenz von 24 Bildern pro Sekunde zuwenig für flüssige Bewegungen ist. Schwenkt ein Kameramann zu schnell, was früher verpönt war, bemerkt man ein leichtes Ruckeln. Das verschwindet erst ab etwa 50 Bildern pro Sekunde, wie bei TV-Aufnahmen üblich. Dafür sind die aber unscharf bei Bewegung, bedingt durch das Halbbild-Verfahren (ausser kommende 720p/50-Übertragungen). Dagegen hilft das Errechnen von Zwischenbildern, wie bei 100-Hz-LCDs der Fall.
  2. Manche Bildschirme akzeptieren zwar am HDMI-Eingang 24p, rechnen die Signale intern aber wieder auf 60 Hertz um, weil sie keine höheren Bildwechselfrequenzen beherrschen. Damit ist der 3:2 Pulldown wieder gegeben, das Bild sieht so aus, als ob es mit 60 Hertz vom Player geliefert würde.
  3. Es kann passieren, dass die Informationen des Bildschirms fehlerhaft sind oder verloren gehen. Per HDMI teilt er nämlich dem Player mit, welche Auflösungen und Frequenzen er verarbeiten kann (EDID-Signal). Kommt darin 24p nicht vor, wird der Player 60i oder 60p liefern. Einige Bildschirme übermitteln diese Information nicht, in anderen Fällen geht die Information auf dem Weg durch einen AV-Receiver oder einen HDMI-Umschalter verloren. Hier hilft es, wenn der Player auf „forced 24p“, also zwangsweises 24p geschaltet werden kann (bei PS3 ab Update 1.90 möglich).
Antwort auf/zuklappen Der Bildausgang meines Disc-Players ist umschaltbar zwischen 1080 und 720. Welche Einstellung soll ich für meinen 720-er Bildschirm wählen?

Das lässt sich nicht generell beantworten, man muss es mit der jeweiligen Gerätekombination in der Praxis ausprobieren. Meistens erhält man das beste Ergebnis aber, wenn man den Player auf 1080 stellt und das Umrechnen dem Bildschirm überlässt.

Antwort auf/zuklappen Wie vergleichen sich die technischen Parameter der verschiedenen Disc-Formate?
 
Laser-Wellenlänge405 nm (blau)405 nm (blau)650 nm (rot)
Numerische Apertur
(Laserbündelung)
0,850,650,6
Spurbreite0,32 Mikron0,40 Mikron0,74 Mikron
Kapazität pro Schicht25 GB15 GB4,7 GB
Schichten pro Seite (max., in der Praxis noch nicht erhältlich)432
Max. Bitrate Rohdaten53,95 Mbit/sec.38,55 Mbit/sec.11,08 Mbit/sec.
Max. Bitrate Video40 Mbit/sec.29,4 Mbit/sec.9,8 Mbit/sec.
Max. Bitrate Audio + Video48 Mbit/sec.30,24 Mbit/sec.10,08 Mbit/sec.
Spielzeit MPEG-2
(SD, 5 Mbit/sec.)
22 Stunden13 Stunden3,8 Stunden
Spielzeit MPEG-4 / VC1
(HD, 13 Mbit/sec.)
8,5 Stunden5 Stunden-
Spielzeit MPEG-2
(HD, 20 Mbit/sec.)
5,5 Stunden3 Stunden-
Bildauflösung (max.)1920x10801920x1080720x576
Video CodecsMPEG-4 H.264 AVC, VC-1, MPEG-2MPEG-4 H.264 AVC, VC-1, MPEG-2MPEG-1,
MPEG-2
Audio Codec
Dolby Digital
Pflicht
max. 640 kbit/sec.
Pflicht
max. 504 kbit/sec.
Pflicht
max. 448 kbit/sec.
Audio Codec
DTS
Pflicht
max. 1,5 Mbit/sec.
Pflicht
max. 1,5 Mbit/sec.
Optional
max. 768 kbit/sec.
Audio Codec
Dolby Digital Plus
Optional
max. 1,7 Mbit/sec.
Pflicht
3 Mbit/sec.
-
Audio Codec
DTS-HD
Optional
max. 6 Mbit/sec.
Optional
max. 3 Mbit/sec.
-
Audio Codec
Linear PCM
PflichtPflichtPflicht
Audio Codec
Dolby True HD
OptionalPflicht-
Audio Codec
DTS-HD Master Audio
OptionalOptional-
Internet-ZugangOptionalPflicht-
KopierschutzAACS 128 BitAACS 128 BitCSS 40 Bit
Ländercodes3 Regionen-6 Regionen
Antwort auf/zuklappen Benötigt man für die Übertragung von HDMI 1.3 spezielle Kabel?

Nein. HDMI-Kabel müssen nicht dem Standard 1.3 entsprechen, denn die dort theoretisch mögliche Bandbreite wird derzeit gar nicht genutzt. Allerdings sieht 1.3 für Kabel spzeielle Tests und Freigaben vor, das verspricht eine gewisse Sicherheit. Alle vorhandenen HDMI-Kabel übertragen auch alle neuen Tonverfahren.

Antwort auf/zuklappen Was geschieht, wenn die Blu-ray Disc oder die HD DVD den Ton in Dolby True HD oder DTS-HD Master Audio enthält, der HDMI-Eingang des nachgeschalteten AV-Receivers aber nur Version 1.1 oder 1.2 ist?

In einem solchen Fall liefert der Player dem Receiver die jeweils höchste Qualitätsstufe, die dieser verarbeiten kann. Das ist in aller Regel unkomprimiertes PCM mit 5+1 Audiokanälen. Sollte die Disc 7+1 Kanäle enthalten, so werden diese vom Player automatisch auf 5+1 "heruntergerechnet". Sämtliche Audiosignale werden zudem in analoger Form an den RCA-("Cinch")Buchsen des Abspielgerätes ausgegeben und können von dort aus ohne Qualitätsverlust zum Verstärker geleitet werden.

Antwort auf/zuklappen Wie kann es passieren, dass bei HDTV-Wiedergabe Bild und Ton nicht synchron sind?

Das kann vorkommen, wenn die Verarbeitung von Bild- und Tonsignalen in den verwendeten Geräten unterschiedlich lang dauert. Um dies zu korrigieren, enthalten viele A/V-Verstärker oder Home-Cinema-Receiver einstellbare Verzögerungseinrichtungen, mit denen man diesen Effekt korrigieren kann. Auch Settopboxen sind häufig mit solchen Einrichtungen ausgestattet. Es gibt auch externe Verzögerungsgeräte, die sich in den Audio-Signalweg einschlaufen lassen, zum Beispiel die Primare Delay Box von Precide.

Antwort auf/zuklappen Wofür braucht man Datenkompression?

In der Digitaltechnik sind zwei Begriffe von zentraler Bedeutung: Speicherplatz und Transportkapazität. Beides kostet Geld und steht nicht in unbegrenzter Menge zur Verfügung, also versucht man wo immer möglich, die Datenmenge möglichst niedrig zu halten. Wie die nachstende Grafik zeigt, produziert ein unkomprimiertes 8-Bit Videosignal in High Definition Qualität etwa 891 Megabit pro Sekunde. Bei 10 Bit kommen nochmals ca. 50 Prozent dazu. Wollte man diese Datenmenge auf einer DVD speichern, wäre die Disc nach weniger als 5 Sekunden voll, für HDTV in Spielfilmlänge bräuchte man eine DVD von mindestens 2 Metern Durchmesser. Ausserdem gibt es keinen Laser, der in der Lage wäre, 891 MBit/sec. zu schreiben. Ohne Datenkompression geht es also nicht, Videodaten müssen erheblich komprimiert werden, damit man sie überhaupt senden oder aufnehmen kann. Die populäre MPEG-2 Kompression lässt die Datenmenge auf etwa 18 - 25 MBit/sec. schrumpfen. Dieses System wird überall ausserhalb Europas für Fernsehübertragung benützt und es ist auch als eines von 3 Kompressionsformaten für die Blu-ray Disc und die HD-DVD vorgesehen. Modernere Verfahren erreichen aber einen noch viel stärkeren Kompressionsgrad und ergeben zugleich sogar noch eine höhere Bildqualität. So kommt jetzt in Europa für Fernsehübertragung das hoch effiziente MPEG 4 H.264 AVC zum Einsatz. Dasselbe Format ist - wie auch VC 1 von Microsoft - auch auf den neuen Disc-Formaten im Einsatz. Damit kann man hochauflösendes Video sogar auf einer DVD-ROM unterbringen, die für eine Datenrate von 9,6 MBit/sec. eingerichtet ist.

Antwort auf/zuklappen Was muss man über Verschlüsselung wissen?

Immer mehr Fernsehsender übertragen ihre Programme verschlüsselt. Man kann sie also nicht mehr mit beliebigen Geräten empfangen, sondern man benötigt einen speziellen Decoder und eine so genannte Smart Card, die zum Empfang berechtigt. Für die Verschlüsselung gibt es zahlreiche Gründe:

  • Manche Sender wollen oder müssen ihr Sendegebiet einschränken, etwa wenn sie über Satellit übertragen wie SRG und ORF.
  • Programmveranstalter wie RTL wollen ihre Rechte schützen, so dass niemand unbefugt damit Geschäfte machen kann, etwa fremde Werbung dazwischenschneiden oder ins Bild einblenden.
  • Infrastrukturbetreiber wie Kabel- oder Satellitenfirmen wollen die Zuschauer an den Kosten der Übertragung beteiligen, etwa bei der HD+-Plattform in Deutschland.
  • Bei klassischem Pay-TV zahlt der Kunde für die Inhalte, so wie bei Sky oder dem Teleclub in der Schweiz.

Rund um die Verschlüsselung gibt es aber viel Verwirrung, weil zahlreiche Begriffe unklar sind oder falsch verstanden werden.

1. Verschlüsselung oder Scrambling

Alle TV-Sender, die digitale Programme verschlüsselt ausstrahlen, nutzen einen gemeinsamen Standard, der in der DVB-Norm festgelegt ist. Er nennt sich Common Scambling Algorithm (DVB-CSA) und besteht aus einer so genannten Verwürfelung, bei der die einzelnen Datenpakete in eine wirre Reihenfolge gebracht werden. Diese Reihenfolge ändert sich zudem ständig. Um daraus nun ein sauberes Bild- und Tonsignal zusammenzusetzen, benötigt der DVB-Empfänger einen Schlüssel sowie die Information, für welche Datenpakete dieser Schlüssel gültig ist. Weil dieses Verfahren in der Norm verankert ist, lassen sich mehrere Wege, wie der Schlüssel transportiert wird, gleichzeitig einsetzen. Man nennt das dann Simulcrypt und das bedeutet, dass ein Sender zum Beispiel mit Nagravision und NDS Videoguard parallel zugänglich gemacht wird. Gleichzeitig muss eine Kennung im Sendestrom enthalten sein, welche Karten für dem Empfang freigeschaltet sind. Dabei hat jede Karte eine eigene, nicht auslesbare Nummer.

2. Zugangsberechtigungs-Systeme oder Conditional Access (CA)

Für die Übertragung der Schlüssel, die zum Empfang notwendig sind, gibt es zahlreiche Verfahren, von denen die bekanntesten Nagravision, NDS Videoguard, Conax, Irdeto, Viaccess  oder Betacrypt heissen. Sie regeln, wie Kontrolldaten im Datenstrom versteckt werden, wie aus ihnen der Schlüssel errechnet werden kann, wo auf den Karten die jeweilige Berechtigung so versteckt wird, dass sie nicht auslesbar ist, und so weiter. Diese Methoden sind frei wählbar, so dass die einzelnen Anbieter ihre CA-Systeme ständig weiterentwickeln können; von den meisten Firmen gibt es daher mehrere Versionen, die sich teilweise grundlegend voneinander unterscheiden.

Man unterscheidet dabei zwischen einem eingebauten CA-Verfahren (Embedded) und einer Lösung auf Basis des Common Interface (CI, siehe unten). In der Regel hat ein Empfänger immer nur ein Zugangssystem eingebaut, so dass das Gerät oft nur für einen speziellen Dienst nutzbar ist. Gleichzeitig können Sender und Verschlüsselungsfirma den Herstellern von Set-top-Boxen bestimmte Bauarten und Funktionsweisen vorschreiben. So kann zum Beispiel verlangt werden, dass innerhalb der Box kein Signal ungeschützt abgreifbar sein darf oder dass am Ausgang ein Kopierschutz (z. B. Macrovision an Scart und HDCP an HDMI) aktiviert werden muss.

Eindeutig einem bestimmten Verfahren zugeordnet ist auch die jeweilige Smart Card. So lassen sich mit einer Nagra-Karte keine Videoguard-Empfänger betreiben. Eine Ausnahme ist das so genannte Tunneln oder Umhüllen (Tunneling, Enveloping). Das hat man zum Beispiel bei Nagra eingesetzt, um damit auch Empfänger betreiben zu können, die Betacrypt eingebaut haben. Dort wird auf der Karte ein zweites Protokoll eingesetzt, das die Kontrollcodes entsprechend übersetzt.

3. Gemeinsame Schnittstelle oder Common Interface (CI)

Im DVB-Standard verankert ist die Spezifikation einer offenen Schnittstelle, die es erlauben soll, mit jedem Empfänger jedes Verschlüsselungssystem zu nutzen, das Common Interface (CI). Dieser Schlitz nimmt ein Modul auf, in dem ein Chip die Übersetzung der jeweiligen Befehle des CA-Systems in die von jedem DVB-Receiver verstandenen Schlüssel des CSA-Verfahrens besorgt. Von Seiten der EU-Kommission wird verlangt, dass jeder Fernseher mit DVB-Empfangsteil eine solche Schnittstelle besitzt. Allerdings sind die Sender nicht verpflichtet, die Benutzung dieser Module zu erlauben. Zahlreiche Betreiber bestehen darauf, dass der Empfang ihrer Programme nur mit von ihnen lizensierter Hardwäre möglich ist, etwa BSkyB in Großbritannien. Die CI-Module (manchmal auch CA-Modul genannt) enthalten eines oder mehrere CA-Systeme. Sie benötigen dafür eine Lizenz, etwa von Nagra, Conax oder NDS. Allerdings genügt eine einzelne Lizenz nicht für alle entsprechend verschlüsselten Angebote oder Smart Cards. So lassen sich manche Nagra-Karten in CI-Modulen verwenden, andere dagegen nicht.

4. CI-plus

Am CI-Standard wird häufig kritisiert, dass er nicht allen Sicherheitsanforderungen genügt. Vor allem gilt das für die offene Übertragung der Schlüssel über die Schnittstelle. Daher hat eine Arbeitsgruppe aus Firmen und Anbietern eine Weiterentwicklung in Form von CI-plus verabschiedet. Darin ist unter anderem eine weitere, allerdings einheitliche Verschlüsselung der Kontrolldaten zwischen Modul und Empfänger geregelt (in AES oder Triple-DES), dazu Sicherheitsmassnahmen auf Empfängerseite, etwa die Verschlüsselung von Aufzeichnungen und der Bezug von Lizenzen für die Wiedergabeberechtigung, vergleichbar mit den DRM-Systemen am PC wie Windows-DRM oder Apple Fairplay.

CI-plus soll es erlauben, möglichst alle Funktionen eines CA-Systems über die gemeinsame Schnittstelle zu organisieren, von der Kontrolle der Aufzeichnungen bis hin zu Jugendschutz. Damit würden spezielle Boxen, die nur ein Verfahren oder einen Anbieter unterstützen, überflüssig. Beschränkungen über das CA-System hinaus sind mit CI-plus nicht möglich, CI-plus dient lediglich als eine Art Übersetzer.

CI-plus und CI sind miteinander kompatibel, soweit es die Grundfunktionen des Common Interface betrifft. Ein CI-plus-taugliches Gerät lässt sich lässt sich mit einem CI-Modul betreiben, dann allerdings nur auf der Ebene von dessen Funktionen; umgekehrt passt ein CI-plus-Modul in jeden CI-Schlitz, funktioniert da aber nur wie ein CI-Modul. Wenn ein CI-plus-Modul so eingesetzt wird, muss es die Entschlüsselung verweigern, falls das CA-System nur CI-plus erlaubt.

Es liegt an den Sendern, ob sie die Verwendung von CI-plus-Modulen verlangen. Vereinzelt gab es bereits Kritik, weil manche Einschränkungen von CA-Systemen nicht über CI-plus zu regeln sind, etwa beim Ansehen von aufgenommenen Sendungen das Überspringen von Werbepausen zu unterbinden (so genanntes Ad Skipping). Für diese Art der Steuerung wäre der Einsatz der DVB-Technik CPCM (Content Protection and Copy Management) nötig. Aus diesem Grunde wollen manche Sender das Aufnahmen ihrer Programme grundsätzlich unterbinden.

5. Plattformen (HD+ und andere)

Unter einer Plattform versteht man im digitalen Fernsehen den Betrieb eines Angebots, das mit einheitlicher Technik und gemeinsamer Verschlüsselung zu empfangen ist. Auch Plattformen ohne Verschlüsselung kommen vor, etwa die Freesat- und Freeview-Systeme in England, die nur interaktive Funktionen regeln. Bei nicht frei empfangbaren Angeboten kommt es vor allem auf die Smart Card an, die für alle Programme benutzbar sein muss. Solche Plattformen gibt es zum Beispiel beim ORF, wo über die Technik dieses Senders auch andere Angebote zu empfangen sind, etwa von Premiere/Sky oder Arena. In Frankreich gibt es TNTSAT, das sowohl über Astra wie über terrestrische Antennen empfangbar ist und vor allem für HD-Sender genutzt wird. In Deutschland soll HD+ eine solche Plattform darstellen, über die auch konkurrierende Anbieter wie RTL oder Sat1 zu sehen sind. Auch Premiere hat versucht, sich mit dem Angebot Premier Star in dieser Richtung zu profilieren, dieses Bouquet wurde aber eingestellt beziehungsweise in das neue Sky-Programm integriert.

Der Betreiber einer Plattform kann – in Absprache mit den vertretenen Sendern – festlegen, welche Anforderungen er stellt. Freesat zum Beispiel bringt eine spezielle Benutzerführung und Programminformation mit sich, dazu eine Steuerung der Parallelausstrahlung von normaler und HD-Qualität. Astra als Betreiber von HD+ verlangt recht hohe Sicherheitsnormen, so zum Beispiel CI-plus auf Empfängerseite oder wenigstens spezielle CI-Module, die nur in bestimmten Receivern einer Marke funktionieren. Conditional Access bei HD+ ist Nagravision in neuester Form. Es ist auch der Plattformbetreiber, der entscheidet, wo, auf welchem Weg und zu welchen Konditionen die nötigen Smart Cards verkauft werden. So werden beispielsweise die Smart Cards für die deutsche HD+ Plattform ausschliesslich in Deutschland verkauft, sodass diese Programme in den anderen europäischen Ländern über Satellit nicht zu empfangen sind.

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Antwort auf/zuklappen CI Plus

"Common Interface" ist seit langem die Schnittstelle in einem digitalen Empfangsgeräte, etwa einer Settopbox. Hier lässt sich ein Entschlüsselungs-Modul einstecken, das wiederum die kreditkartengrossen "Smart Card" aufnimmt, mit der der Besitzer dieser Karte sich als legitimer Nutzer des verschlüsselt ankommenden Programms ausweist. Da einigen Programmanbietern diese Schnittstelle nicht gut genug gegen eventuelle Hackerangriffe gesichert schien, ist 2009 eine sozusagen "verschärfte" Version von CI entwickelt worden: CI Plus. Hier stellen die Befürworter ihr neues System vor. 

Es gibt aber auch andere Stimmen. Das ZDF meint beispielsweise:

TV-Sender könnten durch eine Art Schalter im Datenstrom, sogenannte Flags, etwa festlegen, ob eine Sendung überhaupt aufgezeichnet werden kann ("no copy"), dass ein aufgenommener Spielfilm nach Stunden (90 Minuten) oder Tagen (bis 61) automatisch gelöscht wird, dass Werbeblöcke nicht mehr schnell "vorgespult" werden können ("ad-skipping"), dass eine zeitlich versetzte Wiedergabe ("timeshift") unmöglich gemacht oder auf 90 Minuten begrenzt wird, dass die Speicherzeit begrenzt wird.

Das Thema Speicherzeit der Aufnahme (Reetention) ist (bewusst?) schwammig spezifiziert. Es ist eine Begrenzung ab 90 Minuten möglich und keine unbegrenzte Speicherung mehr erlaubt (maximal 61 Tage). Es ist auch nicht spezifiziert, ob die Zeitrechnung mit Beginn oder mit Ende der Sendung beginnt. Ein Spielfilm von üblicher Länge (90 Minuten) könnte folglich mit der Standardbegrenzung von 90 Minuten direkt nach der Aufnahme nicht mehr angeschaut werden. Außerdem kann mit CI Plus nicht gleichzeitig ein verschlüsseltes Programm angesehen und ein zweites aufgezeichnet werden.

Den vollständigen Text aus der Redaktion „Wirtschaft und Soziales“ des ZDF finden Sie hier.

Es ist keineswegs sicher, dass Fernsehstationen überhaupt von diesen Einschränkungsmöglichkeiten Gebrauch machen werden, und wenn doch, in welchem Umfang. Sicher ist hingegen, dass Fernsehsendungen, die nach der neuen CI Plus Schnittstelle verlangen, von den bisher üblichen Settopboxen mit CI-Schnittstelle nicht empfangen werden können. Dieser Mangel lässt sich in vielen Fällen durch ein Software-Update und ein neues CI+-Modul beheben, in vielen anderen Fällen steht diese Möglichkeit aber nicht zur Verfügung, dort hilft nur der Kauf einer neuen, CI+-tauglichen Settopbox

Antwort auf/zuklappen DSL

Die Abkürzung DSL steht für Digital Subscriber Line (deutsch: Digitale Teilnehmeranschlussleitung). Damit werden verschiedene Techniken bezeichnet, um über zwei bis vier Kupferadern des Telefonnetzes Daten mit hohen Datenübertragungsraten zu übertragen. Die bekannteste DSL-Technik ist das sogenannte ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line), eine asymmetrische Datenübertragungstechnologie, z. B. mit Datenübertragungsraten von 8 Mbit/s zum Teilnehmer und 1 Mbit/s in der Gegenrichtung. Der grundlegende strukturelle Unterschied zwischen DSL und herkömmlichen Datenverbindungen (z. B. über ISDN) besteht darin, dass die eigentliche DSL-Verbindung nur auf der letzten Meile zwischen Teilnehmer und Vermittlungsstelle besteht und der Rest des Vermittlungsweges zwischen zwei Teilnehmern (Endpunkte) nicht über geschaltete Leitungen, sondern über die Netzinfrastruktur des Internet geführt wird. Die letzte Meile schränkt die Übertragung ein und gerade die DSL-Technik ermöglicht nun wesentlich höhere Datenübertragungsraten als analoge Verfahren oder ISDN. Seitens der Telefon-Netzbetreiber wird DSL deshalb als die Technologie für Internet- Zugänge bei Privatkunden forciert.

Antwort auf/zuklappen DVB

DVB (Digital Video Broadcasting) ist eine ursprünglich europäische Initiative zur Entwicklung und Standardisierung von digitalen Übertragungsstandards für Fernsehen. 1993 gegründet, ist DVB mittlerweile eine weltweite Projektorganisation mit über 250 Mitgliedern aus allen fünf Kontinenten. Sitz der Organisation ist Genf. Die Standards der DVB-Familie sind die heute weltweit am meisten verbreiteten Normen für das digitale Fernsehen.

Antwort auf/zuklappen EBU

Die EBU (European Broadcasting Union) ist der Verbund der europäischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Die EBU ist in verschiedene Abteilungen untergliedert, die sich beispielsweise um den gemeinsamen Rechteerwerb für internationale Sportveranstaltungen, den Austausch von Programmmaterial oder auch die Entwicklung gemeinsamer technischer Standards und Empfehlungen kümmern. Ähnliche Organisationen gibt es beispielsweise auch in Asien (ABU) und der Arabischen Welt (ASBU).

Antwort auf/zuklappen EPG

Ein elektronischer Programmführer (englisch: Electronic Programme Guide, kurz: EPG) ist ein bildschirmgeführtes, interaktives Dialoginstrument, mit dem der Zuschauer zu den Fernsehprogrammen der Digital- Bouquets (z. B. ZDF.vision) geführt wird. EPGs werden in der Regel von den Herstellern in ihre Receiverprodukte integriert, können aber auch von Programmanbietern angeboten und über das Rundfunksignal verbreitet werden. EPGs sind damit simultan zum Fernsehprogramm abrufbar. Der EPG gibt Detailinformationen zu den einzelnen Sendungen und beschreibt technische Extras, wie etwa Mehrkanalton oder die Bedienungsanleitung interaktiver Begleitdienstangebote

Antwort auf/zuklappen Halbbild

Aus historischen Gründen arbeitet das Fernsehen bislang hauptsächlich (analoges PAL, digitales SDTV und einige HD-Formate) nicht wie die herkömmliche Fotografie oder Kinematographie mit Vollbildern, sondern "nur" mit Halbbildern. Das heißt, jedes einzelne Vollbild wird aufgeteilt in zwei Halbbilder und im Zeilensprungverfahren geschrieben, jeweils um eine Zeile versetzt. Das erste Halbbild belegt die ungeraden Zeilen (1, 3, 5, 7 usw.), das zweite Halbbild die geraden Zeilen (2, 4, 6, 8 usw.). Bei einer Vollbildfrequenz von 25 Bildern pro Sekunde ergeben sich somit 50 Halbbilder, die in vertikaler Richtung nur jeweils die Hälfte der Bildpunkte eines entsprechenden Vollbildes besitzen. Bei 1080i/25 sind dies z. B. 540 Bildpunkte (vertikal) bzw. Bildzeilen pro Halbbild. Der Vorteil gegenüber einer progressiven Darstellung von 25 Vollbildern pro Sekunde liegt in der flüssigeren Darstellung von Bewegungen.

Antwort auf/zuklappen IP / Internet Protocol

Das Internet Protocol (deutsch: Internet-Protokoll), kurz: IP, ist ein Netzwerkprotokoll, das Computernetze miteinander verbindet. Es arbeitet dabei unabhängig vom Übertragungsmedium. Mittels der sogenannten IP-Adresse und einer Subnetzmaske können Computer innerhalb eines Netzwerkes in logische Einheiten, sogenannte Subnetze, gruppiert werden. Auf dieser Basis ist es möglich, Computer in größeren Netzwerken zu adressieren und Verbindungen zu ihnen aufzubauen, da aufgrund der logischen Adressierung ein "Routing", das heisst die Wegewahl und Weiterleitung von Netzwerk-Paketen ermöglicht wird. Das Internet-Protokoll bildet damit die Grundlage des Internets.

Antwort auf/zuklappen IP-TV / TVoIP / TVoDSL

IPTV (Internet Protocol Television) ist eine neue Verbreitungsform für TV-, Video- und Hörfunk-Dienste. IPTV ist typischerweise für die Nutzung am Fernseher gedacht, aber auch der Empfang am PC ist möglich. Die Übertragung des IPTV-Angebots erfolgt über geschlossene Breitbandnetze (meist VDSL), auf die nur ein abgegrenzter und registrierter Nutzerkreis – die Abonennten - Zugang hat, und die eine definierte, konstante Empfangsqualität gewährleisten (Quality of Service – QoS). 

Antwort auf/zuklappen PAL

PAL ist die Abkürzung von "Phase-Alternating-Line" und bezeichnet ein 1967 in Deutschland eingeführtes Verfahren zur Farbbildübertragung im analogen Fernsehen (kompatibel zum Schwarz/Weiß-System). Dabei wird das Farbdifferenzsignal in jeder zweiten Bildzeile um 180 Grad phasenverschoben übertragen und vermeidet somit Farbtonfehler wie sie im älteren, amerikanischen NTSC häufig auftreten. 

Antwort auf/zuklappen Set-Top-Box

Bezeichnung für Endgeräte zum Empfang von digitalem Fernsehen in der Form von Zusatzgeräten mit eigenem Stromanschluss und eigener Fernbedienung. Die Bildwiedergabe bleibt dabei Aufgabe des meist vorhandenen, gewöhnlichen Fernsehgeräts, welches über Scartkabel oder HDMI-Kabel (-> HDMI-Anschluss) angeschlossen wird. Eine Set- Top-Box verfügt in ihrem "Innenleben" über einen Prozessrechner, über den computerähnliche Steuerungsfunktionen realisiert werden. 

Antwort auf/zuklappen Time Shifted TV

Die Begriffe "Time Shift” oder auch "Time Slip" werden für zeitversetztes Fernsehen gebraucht, das durch eine Funktion bei digitalen Videorekordern (-> PVR) ermöglicht wird, bei der eine Sendung gleichzeitig aufgenommen und wiedergegeben werden kann. Mit Hilfe dieser Funktion kann bereits mit dem Ansehen einer Sendung begonnen werden, während diese noch läuft und zu Ende aufgezeichnet wird. Zudem ist es möglich, durch die Aktivierung der "Time-Shift- Funktion" auf der Fernbedienung eine Sendung zu "stoppen", z. B. um ein dringendes Telefonat entgegenzunehmen, während die Sendung im Hintergrund weiter aufgezeichnet wird. Nach Beendigung des Telefonats kann man am selben Punkt der Sendung wieder einsteigen, an dem man gestoppt hatte, um sie dann zu Ende zu sehen.

Antwort auf/zuklappen Was ist Overscan?

Der Overscan war ein Notwendigkeit im analogen TV-Zeitalter und bei Bildröhren. Der Elektronenstrahl bekam nämlich zum Start einen kräftigen Impuls, der ihn ordentlich ausschlagen liess und den Anfang der Zeile markierte. Um den zu verbergen, begann das Bild etwas außerhalb des sichtbaren Bereichs. Das hatte auch den Vorteil, dass leichte Unsauberkeiten kaschiert wurden, weil man die Kante des Bildes nicht sehen konnte. Overscan nennt sich daher der Bereich, der zum Bild gehört, aber auf dem Schirm nicht sichbar ist. Von Underscan spricht man dagegen bei PC-Monitoren, die innerhalb des sichtbaren Feldes mit dem Bildinhalt beginnen, also einen leichten schwarzen Rahmen um das Bild legen. Der Overscan sollte eigentlich in der Grössenordnung von fünf Prozent liegen, es gibt aber auch Bildschirme, die bis zu zwölf Prozent verstecken. Wobei Overscan im Zeitalter der Digitalübertragung und der Pixelraster-Displays völlig unsinnig ist - und sogar schädlich: Ein Full-HD-Schirm könnte ein HDTV-Signal mit 1.080 Zeilen exakt so darstellen, wie es gesendet wird. Overscan dagegen bedeutet, dass etliche Zeilen oben und unten abgeschnitten werden, sodass der restliche Bildinhalt aufgeblasen werden muss. Dann werden die Zeilen umgerechnet, was zu Verlusten in der Bildschärfe führt. Daher ist es für die optimale HDTV-Darstellung wichtig, dass ein Bildschirm die so genannte pixelnative Darstellung, auch 1:1 Pixelmapping genannt, beherrscht. Im neuen Logo "HD-ready 1080p" wird das sogar explizit verlangt.

Antwort auf/zuklappen Was ist ein Farbraum?

Das menschliche Auge nimmt Farbtöne wahr, die kein Bildschirm darstellen kann, etwa Nordlichter oder die Reflexionen auf einer CD. Bildschirmen werden enge Grenzen gesetzt durch die Leuchtmaterialien (zum Beispiel das Phosphor bei Bildröhren) oder die Farbfilter. Daher muss man definieren, wie gesättigt ein Farbton jeweils ist, damit die Grundfarben Rot, Grün und Blau einheitlich wiedergegeben werden. 100 Prozent, also voller Pegel zum Beispiel im Grün-Kanal, entsprechen in Wirklichkeit nur einem bestimmten Punkt innerhalb des sichtbaren Spektrums, nicht farbreinem Licht mit einer Frequenz von 530 nm oder einem benachbarten Wert. In der Kombination mit den anderen beiden Farbkanälen lässt sich so jeder Wert innerhalb des definierten Dreiecks exakt wiedergeben; diese Werte genau zu treffen, in Farbton wie Helligkeit, dazu dient die so genannte Kalibrierung. Das gilt übrigens für Kameras genau wie für Bildschirme. Werden die Parameter nicht exakt eingehalten, entstehen falsche Farben, um ehesten sichtbar im Grün; dort liegt das aktuell benutzte Sprektrum nahe an der Grenze der in der Natur vorkommenden Farben. Eine Verschiebung des Grünpunkte führt daher schnell zu synthetisch aussehendem Rasen, etwa bei Fussball-Übertragungen. Gebräuchlicher Farbraum ist ITU-R 601, auch als EBU-Farbraum bekannt und für PAL gültig; er wird mit kleinen Änderungen auch bei HDTV verwendet. Für NTSC gab es anfangs ein wesentlich erweitertes Modell, das aber nicht angewandt wurde; heute taucht es gelegentlich in Angaben über den möglichen Farbumfang von Fernsehern auf („110 Prozent NTSC“). Neu ist der sogenannte xvYCC-Farbraum (da und dort auch xvColor genannt), der die Grenzpunkte nach aussen verschiebt. Er wird von Camcordern im AVCHD-Standard genutzt, erste Bildschirme können ihn auch darstellen.

Antwort auf/zuklappen Was ist HDMI?

"High Definition Multimedia Interface" ist eine Verbindung zwischen verschiedenen Geräten, auf der hochqualitative Audio- und Videosignale miteinander in einem einzigen Kabel transportiert werden können. In der ersten Version 1.1 überträgt HDMI Audiodaten von bis zu 8 Kanälen mit 24 Bit Wortbreite und 192 kHz Abtastfrequenz sowie Videodaten mit bis zu 165 MHz. Damit ist Zukunftssicherheit bis hin zur Super-Auflösung von 1080p gewährleistet. Die Transportleistung beträgt 5 GB/Sec., Kabellängen von mehr als 15 Meter sind möglich, allerdings empfiehlt sich dann das Einsetzen eines (verlustlosen) Zwischenverstärkers. Solche Geräte gibt es zum Beispiel hier und auch hier. Die (ungebräuchliche) Version 1.2 bietet dieselbe Uebertragungsleistung, kann aber auch den Datenstrom des Audioformates DSD transportieren. Die vielseitigste Version trägt die Bezeichnung 1.3. Hier steht eine maximale Transportleistung von 10 GB/Sec. zur Verfügung, eine Farbtiefe von bis zu 48 Bit und ein integriertes "Lip-Sync" System zur Sicherstellung perfekter Synchronisation von Bild und Ton. Erst diese Version ist auch in der Lage, die neuen Tonformate Dolby True-HD und DTS-HD in ihrer originalen Form zu transportieren, etwa von einem Disc-Player zum Surround-Receiver. HDMI-Stecker gibt es in zwei verschiedenen Grössen, die kleinere Variante ist zum bequemen Anschliessen von Camcordern und digitalen Fotokameras an Bildschirme gedacht. Zum Schutz von Autorenrechten kommt bei jeder HDMI-Verbindung das Kopierschutzverfahren HDCP (High Bandwith Digital Content Protection) zur Anwendung. Geräte mit HDMI-Eingangsbuchse können auch digitale Videosignale von einem Gerät mit DVI-Ausgang empfangen, egal, ob HDCP-codiert oder nicht. Entsprechende Uebergangskabel gibt es im Fachhandel. Nahezu alle nennenswerten Unternehmen der Computer- und der Heimelektronik haben den HDMI-Standard akzeptiert. Eine Website mit weiterführenden Informationen finden Sie hier. Geräte mit HDMI-Anschluss tragen dieses Logo. 

Dies sind die beiden HDMI Steckervarianten:

Hier eine Übersicht über die verschiedenen HDMI-Versionen. Wenn ein Bildschirm oder AV-Receiver nicht der gleichen Version entspricht wie das Abspielgerät, schaltet dieses automatisch auf die Version zurück, die von allen Geräten der Kette beherrscht wi

          

HDMI Standards
 HDMI 1.0HDMI 1.1HDMI 1.2HDMI 1.3HDMI 1.4HDMI 2.0HDMI 2.1
Bandbreite4,95 Gbit/sec.10,2 Gbit/sec.18 Gbit/sec. 
Video maximal1080p601440p1202160p50/602160p120
4320p60
Farbe24 Bit RGB (3x8)
36 Bit YUV (3X12)
48 Bit RGB
48 Bit YUV
xvYCC
BT.2020/16Bit
Audio8 Kanäle PCM
Dolby Digital
DTS
+ DVD-Audio+ SA-CD+ Lip-Sync
+ Dolby True HD
+ DTS-HD
Multistream Bis 32 Kanäle Abtastfrequenz bis
zu 1536 kHz 
 
Sonstiges Audio- Rückkanal
3D-Unterstützung
4K-Unterstützung
 erweiterte Farbräume Micro-HDMI-Connector
besonders robustes Steckersystem für den Betrieb im Auto
 
Dual-Anzeige
CEC-Erweiterungen
Dynamische automatische Lippen-synchronisation
Bildformat 21:9 
Bandbreite bis 48 Gbit/sec.
Dynamische Metadaten, HDR,
Advanced Audio Return Channel
erhältlich seit12 / 20026 / 20048 / 200511 / 20066 / 20099 / 20136 / 2017

Für die HDMI-Kabel und -Stecker zur Übertragung von Audio- und Videodaten gibt es seit Herbst 2010 einheitliche Erkennungszeichen. Vorher waren Kabel und Stecker mit Versionsnummern gekennzeichnet. Für jeden der fünf Kabeltypen gibt es jetzt ein bestimmtes Logo, dessen Aufschrift den jeweiligen Leistungsumfang kennzeichnet: „Standard“ steht für die Übertragung von Filmen in HD-Qualität (hohe Auflösung). „Standard with Ethernet“ verfügt zusätzlich über einen Kanal für Internetdaten. „Standard Automotive“ ist für die Verwendung im Auto gedacht, wo es auf besonders robuste Technik ankommt. „High Speed“ unterstützt auch die sogenannte 4K-Auflösung mit 4096 mal 2160 Bildpunkten. Und schließlich gibt es ein Logo für „High Speed with Ethernet“, also für höchste Auflösungen mit Internet Unterstützung. 



Über HDMI verbundene Geräte können künftig ohne separate Ethernet-Kabel untereinander Daten austauschen und eine Internetverbindung realisieren. Und zwar mit schnellen 100 MBit/s.

Der Audio-Rückkanal schliesslich bringt eine wesentlich einfachere Verkabelung der verschiedenen Geräte, wie Flat-TV und Heimkino-Receiver. Ein vom Receiver empfangener digitaler Mehrkanalton kann von diesem über HDMI 1.4 an den Heimkino-Receiver übermittelt werden und so von diesem wiedergegeben werden. Das reduziert die Anzahl der zu verlegenden Kabel.

Hier die verschiedenen Steckertypen für Heimanwendung

und fürs Auto

Antwort auf/zuklappen Was ist CEC?

"Consumer Electronics Control" ist ein Steuerungsprotokoll für Geräte, die per HDMI miteinander verbunden sind. Damit wird die Bedienung einer Heimvideo-Anlage vereinfacht: Drückt man zum Beispiel beim Disc-Player auf PLAY, so schalten sich Surround-Receiver und Fernseher automatisch ein, sie wählen selbsttätig den richtigen Eingang und der Bildschirm schaltet zudem auf das richtige Bildformat.

Antwort auf/zuklappen Wie ist die Kontaktbelegung einer HDMI-Buchse?



Pin1: TMDS Data2+
Pin2: TMDS Data2 Shield
Pin3: TMDS Data2-
Pin4: TMDS Data1+
Pin5: TMDS Data1 Shield
Pin6: TMDS Data1-
Pin7: TMDS Data0+
Pin8: TMDS Data0 Shield
Pin9: TMDS Data0-
Pin10: TMDS Clock+
Pin11: TMDS Clock Shield
Pin12: TMDS Clock-
Pin13: CEC
Pin14: Reserved
Pin15: SCL
Pin16: SDA
Pin17: DDC/CEC Masse
Pin18: +5 Volt Versorgungsspannung
Pin19: Hot plug Detact

Antwort auf/zuklappen Was ist DVI?

"Digital Visual Interface" ist eine Verbindung zur Uebertragung von Videosignalen, etwa zwischen Computer und Bildschirm oder Projektor. Die Kabellänge sollte nicht mehr als 5 Meter betragen. Anders als bei HDMI werden hier keine Audiodaten übertragen. Die Transportleistung reicht bis 1,65 GBit/sec., DVI-D transportiert nur digitale Signale, DVI-I (für "integrated") auch analoges Video ohne Ton. Beim Kauf eines Projektors oder Bildschirmes mit DVI-Eingang ist es wichtig, darauf zu achten, dass dieser Eingang HDCP unterstützt. Ist das nicht der Fall, kann das Gerät Digitalsignale nur von PC-Karten empfangen, die immer ohne dieses Kopierschutzverfahren arbeiten, also auch bei der Wiedergabe von DVDs.  

  
DVI-D Buchse DVI-I Buchse
Antwort auf/zuklappen Wie ist die Kontaktbelegung einer DVI-Buchse?
01 = TDMS-Daten 2-
02 = TDMS-Daten 2+
03 = Abschirmung TDMS-Daten 2,4
04 = TDMS-Daten 4-
05 = TDMS-Daten 4+
06 = DDC Takt
07 = DDC Daten
08 = Analog: V-Sync
09 = TDMS-Daten 1-
10 = TDMS-Daten 1+
11 = Abschirmung TDMS-Daten 1, 3
12 = TDMS-Daten 3-
13 = TDMS-Daten 3+
14 = +5 Volt
15 = Masse für +5 Volt
16 = Hotplug-Detect
17 = TDMS-Daten 0-
18 = TDMS-Daten 0+
19 = Abschirmung TDMS-Daten 0,5
20 = TDMS-Daten 5-
21 = TDMS-Daten 5+
22 = Abschirmung TDMS-Takt
23 = TDMS-Takt +
24 = TDMS-Takt -

C1 = Analog: Rot
C2 = Analog: Grün
C3 = Analog: Blau
C4 = Analog: H-Sync
C5 = Analog: Masse
Antwort auf/zuklappen Sind HDMI und DVI miteinander kompatibel?

Ja. Das Datenformat ist dasselbe und es gibt im Fachhandel auch Verbindungskabel mit HDMI-Stecker auf der einen Seite und DVI-Stecker auf der anderen. Beim Verbinden ist allerdings darauf zu achten, dass nicht alle Projektoren und Displays mit DVI-Eingang auch mit der HDCP-Verschlüsselung zurecht kommen. Dieser Punkt sollte vor dem Gerätekauf unbedingt geklärt werden.

Antwort auf/zuklappen Was ist AACS?

Das Daten-Verschlüsselungssystem, das illegales Kopieren von HDTV-Programmen verhindern soll. Dabei wird eine 128-Bit Verschlüsselung eingesetzt (Advanced Encryption Standard AES), die sich in jeder Minute mehrere Hundert Mal ändert. Ausserdem enthält jede Disc einen "Renewal Key Block" und eine individuelle Identifikationsnummer. Jedes legal fabrizierte Abspielgerät verfügt über einen - von Hersteller zu Hersteller verschiedenen - Entschlüsselungsalgorithmus. Nur wenn der "Device-Key" des Gerätes und der "Renewal Key Block" der Disc übereinstimmen, wird das Programm abgespielt. Eine ausführliche Beschreibung der Kopierschutzmassnahmen finden Sie hier.

Antwort auf/zuklappen Was ist BD+ ?

BD+ ist ein Kopierschutz für Spielfilme auf Blu-ray-Discs, der dort zusätzlich zum AACS-Kopierschutz funktioniert. Dazu überprüft eine BD+-Software innerhalb einer Java Virtual Machine die Filmdaten auf eventuelle Manipulationen und stoppt die Wiedergabe, falls die Daten oder Schlüssel irgendwo abgegriffen oder verändert werden. Die BD+-Software überprüft unter anderem den Speicher, ob dort nicht autorisierte Applikationen oder Treiber installiert sind.

Antwort auf/zuklappen Was ist HDCP?

"High Bandwith Digital Content Protection" ist ein Kopierschutzsystem, das bei der Uebertragung von Daten über HDMI (immer) und DVI (meistens) zur Anwendung gelangt. Dort verhindert es, dass urheberrechtlich geschützte Inhalte unrechtmässig kopiert werden. HDCP-geschützte Programme können nur von Geräten empfangen werden, deren Eingangsbuchse ausdrücklich mit HDCP gekennzeichnet ist. Es steht jedem Verbreiter von Programmen frei, ob er die HDCP-Verschlüsselung einsetzen will oder nicht. So sendet beispielsweise HD1 mit HDCP, der Demokanal von Astra hingegen ohne.