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Was die Zukunft bringen könnte

Universitäten und Industriefirmen in aller Welt arbeiten ständig an der Weiterentwicklung der Fernseh- und Videotechnik. Manche Projekte werden es vielleicht niemals bis zur Serienreife schaffen, andere werden möglicherweise schon in wenigen Jahren Selbstverständlichkeit sein. Hier sehen Sie einige Beispiele.

Flexible Bildschirme


Bildschirme sollen mit der Zeit so dünn, leicht und flexibel sein, dass man sie wie Zeitungen zusammenrollen kann.

Gebogene Bildschirme


Elegant und leicht geschwungen präsentieren sich schon heute manche Fernsehgeräte auf Basis der OLED-Technik.

Multimedia-Brille


Dank eingebauter Bildschirme, Kameras, Lautsprecher und Mikrofone kann man damit nicht nur jederzeit und überall fernsehen, man kann auch beliebige Inhalte aus dem Internet abrufen und sich mit seinen Freunden per Videotelefonie unterhalten.

3D Multiview


Hier wird ein Gegenstand von mehreren Kameras aufgenommen, die in einem Halbkreis um ihn angeordnet sind. Wenn man die Signale aus diesen Kameras einem autostereoskopischen Bildschirm zuführt, der über gleichviele „Views“ verfügt, kann der Zuschauer sozusagen um den gezeigten Gegenstand herum gehen und ihn sich tatsächlich von verschiedenen Seiten anschauen.

Rundansicht


Wenn man eine Szene mit sehr vielen Kameras rundherum aufnimmt, kann der Zuschauer jederzeit von einem Beobachtungsplatz zu einem anderen springen oder sich gemächlich rund um die Szene bewegen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass ihm die Signale sämtlicher Kameras zugleich zur Verfügung stehen.

Raumansicht


Man kann sogar einen kompletten Raum per Videotechnik abbilden. Wenn man viele Kameras von einem Punkt aus in alle Richtungen ausrichtet und danach einen Raum aus geeigneten Bildschirmen baut, lässt sich die Illusion herstellen, sich nicht in diesem sondern im aufgenommenen Raum zu befinden.

Surroundsound


Die japanischen Zukunftsvisionen für „Ultra-Hi-Vision“ enthalten auch Vorschläge für eine Intensivierung des akustischen Erlebnisses. So soll Surroundsound den Zuhörer aus 22+2 Audiokanälen aus drei verschiedenen Ebenen einhüllen. 

Free Viewpoint

Wenn zwei nicht allzuweit voneinander aufgestellte Kameras dieselbe Szene aufnehmen, so lässt sich errechnen, wie die Bilder von weiteren Kameras aussähe, die zwischen diesen beiden Kamera platziert wären. Wenn viele Kameras eine Aktion aus den unterschiedlichsten Positionen aufnehmen, wie das beispielsweise bei der Übertragung eines Fussballspiels der Fall ist, so lässt sich daraus fast jeder beliebige Blickwinkel errechnen. Werden sämtliche Kamerasignale zugleich ins Haus geliefert, kann der Zuschauer dort frei wählen, aus welcher Perspektive und Entfernung er das Spiel in diesem Moment sehen möchte. Dabei stehen auch Blickpunkte zur Verfügung, an denen in Wirklichkeit gar keine Kamera steht. Das Video zeigt die ersten Ergebnisse aus der Forschungsabteilung des japanischen Informationstechnologiekonzerns KDDI.

Video-Wand


In diesem Wohnzimmer ist eine ganze Wand als Bildschirm eingerichtet. Durch Gesten- oder Sprachsteuerung lassen sich viele verschiedene Informationen zugleich aufrufen und in beliebiger Grösse darstellen. 

Panorama-Fernsehen


Was auf dem Bild aussieht wie der Blick aus einer VIP-Loge auf ein Fussballfeld, ist tatsächlich eine Panorama-Projektion. Für die Aufnahme werden 6 Kameras eingesetzt. Diese sind nach oben ausgerichtet und erfassen über dort angebrachte Spiegel die Szenerie. Auf diese Weise kann ein kontinuierliches Panoramabild ohne störende Trennlinien erzeugt werden.